Mittwoch, 9. September 2020

Rezension zu "Das Manuskript" von John Grisham

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Die Fortsetzung von Das Original


Hurrikan Leo steuert mit vernichtender Gewalt auf Camino Island zu. Die Insel wird evakuiert, doch der Buchhändler Bruce Cable bleibt trotz der Gefahr vor Ort. Leos Folgen sind verheerend: Mehr als zehn Menschen sterben. Eines der Opfer ist Nelson Kerr, ein Thrillerautor und Freund von Bruce. Aber stammen Nelsons tödliche Kopfverletzungen wirklich vom Sturm? In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwielichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Geschichten. 
(Quelle: Klappentext)





Das Manuskript ist die Fortsetzung des Romans Das Original, der im August 2017 veröffentlicht wurde. Hauptfigur ist wieder der Buchhändler Bruce Cable, der auf Camino Island die Buchhandlung Bay Books betreibt und sich besonders für die dort ansässigen Autoren einsetzt. Im letzten Buch wurde er in einen brisanten Fall verwickelt – auch hier wird es gefährlich für ihn.

Die Handlung beginnt mit dem Hurrikan Leo, dessen Weg John Grisham hier unheimlich spannend beschreibt. Dieser trifft Camino Island, der Hauptschauplatz des Buches, mit voller Wucht: Unzählige Häuser werden beschädigt, auch gibt es einige Todesopfer. Unter ihnen ist der Thrillerautor Nelson Kerr, der seit vielen Jahren auf der Insel lebt. Bruce war gut mit Nelson befreundet und ist erschüttert über dessen Tod. Doch schon bald tauchen eindeutige Beweise auf, die darauf schließen, dass die tödlichen Verletzungen des Autors nicht vom Sturm stammen können:

 „Mitten im Sturm?“, fragte Bruce. „Während es in Strömen geregnet hat?“
„Ja. Dem Mörder war es egal, dass er nass wird. Versteht ihr denn nicht? Es war der perfekte Zeitpunkt, um Nelson zu töten.“ – Seite 45, eBook

Hat sein Tod etwas mit seinem noch unveröffentlichten Manuskript zu tun? Zusammen mit seinen Freunden geht Bruce Cable einer Spur nach und stößt auf etwas, das Unglaublicher nicht sein kann…

Neben dem Hurrikan, der besonders am Anfang des Buches im Mittelpunkt steht, sind natürlich die Ermittlungen von Bruce und seinen Freunden der zentrale Punkt. Die Spur, die sie schließlich verfolgen ist sehr überraschend,  völlig unvorhersehbar und größer als gedacht. Somit geht dieser Krimi in eine Richtung, mit der niemand rechnet. Das ist John Grisham sehr gut gelungen. Auch überzeugt der Autor wieder mit seinem sehr guten, detaillierten und sachlichen Schreibstil – das Buch lässt sich sehr flüssig lesen.
Insgesamt ist die Geschichte aber eher ruhig – also kein rasanter Thriller, aber dennoch unheimlich interessant zu verfolgen. Mittendrin hatte ich ab und an mal das Gefühl, dass der rote Faden etwas verloren geht – dieses legt sich aber im letzten Drittel. Die Ermittlungen sind spannend und die Entwicklungen wirklich raffiniert.

Wie auch beim Vorgänger hat mir hier auch wieder das Thema Bücher  gefallen. Die Buchhandlung,  einige Autoren und deren Bücher spielen wieder eine zentrale Rolle - vor allem für Buchliebhaber sehr empfehlenswert.

In den über dreiundzwanzig Jahren seinen Bestehens war „Bay Books“ zum Mittelpunkt von Santa Rosa geworden. Jeden Morgen um neun Uhr öffnete Bruce höchstpersönlich die Tür und bot den ersten Kunden Kaffee und Gebäck an. – Seite 107, eBook


Mein Fazit: Eine gute Fortsetzung von Das Original. John Grisham kehrt hier nochmal auf die Insel Camino Island und zum Buchhändler Bruce Cable zurück, der eine zentrale Rolle spielt. Die Handlung ist eher ruhig, aber dennoch spannend – besonders in der zweiten Hälfte überrascht das Buch mit einer brisanten Entdeckung und entwickelt sich völlig unvorhersehbar. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch John Grishams sehr guter Schreibstil sticht hier hervor – ein sehr lesenswerter Krimi!


Meine Bewertung:


Titel: Das Manuskript
Autor: John Grisham
Genre: Roman / Krimi
Seitenanzahl: 368
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 31. August 2020

Die Bücher um Buchhändler Bruce Cable:
Band 1 - Das Original
Band 2 -  Das Manuskript




Vielen Dank an das Bloggerportal  und Heyne für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 5. September 2020

Rezension zu "Biss zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer

Zum Buch

Die Twilight-Saga – Band 1

Die 17-jährige Isabella „Bella“ Swan zieht aus dem sonnigen Phoenix zu ihrem Vater Charlie ins verregnete Städtchen Forks. Sie ist ein eher schüchternes Mädchen, das nicht gern im Mittelpunkt steht. Als neue Schülerin an der Forks High-School tut sie aber genau das. Während sie hofft, dass das Interesse an ihr schnell wieder abebbt, wird sie auf die Familie Cullen aufmerksam – die fünf geheimnisumwobenen Geschwister, alle blass und makellos. Besonders Edward erregt ihre Aufmerksamkeit. Anfangs ist ihr Umgang miteinander nicht leicht, besonders Edward wirkt zunächst sehr abweisend – aus gutem Grund. Noch ahnen weder Bella noch Edward, dass ihre Leben von nun an nicht mehr dieselben sein werden – denn beide verlieben sich ineinander. Doch Edward hat ein Geheimnis, das ihre Liebe eigentlich unmöglich macht.
Als sie endlich zueinander gefunden haben, geraten sie in eine Situation, die Bella in höchste Gefahr bringt…


Vor über zehn Jahren habe ich die Twilight-Saga zum ersten Mal gelesen und war begeistert. Im August 2020 ist der fünfte Band erschienen: Biss zur Mitternachtssonne erzählt diesen ersten Band nochmal neu – diesmal aus Edwards Sicht. Gerade erst habe ich dieses Buch gelesen und war nun nochmal neugierig, die Geschichte aus Bellas Sicht zu lesen – daher habe ich mich nun für einen re-read entschieden.

Die Geschichte um Bella & Edward hat auch in den letzten Jahren nichts von ihrer Faszination verloren. Die Handlung  ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Bella geschrieben. Im Mittelpunkt stehen neben ihr natürlich die Mitglieder der Familie Cullen: Carlisle und Esme, Alice, Jasper, Rosalie, Emmett und natürlich Edward. Sie alle haben ein dunkles Geheimnis, dass Bella bald erfährt…
In diesem Auftakt-Band haben mir vor allem die langen Gespräche zwischen Bella und Edward gefallen – sie lernen sich langsam kennen und nach und nach erfährt Bella immer mehr über sein Leben:

Er klang mit einem Mal resigniert. „Worauf bist du denn neugierig?“
„Zum Beispiel darauf, wie alt du bist.“
„Siebzehn“, antwortete er, ohne zu zögern.
„Und wie lange bist du schon siebzehn?“
Er starrte auf die Straße; seine Lippen zuckten. „Eine Weile“, gab er schließlich zu. – Seite 195

Alles wird detailreich geschildert und wir bekommen einen tiefen Einblick in Bellas Gefühlswelt und natürlich auch in Edwards Leben:

Ich saß da und rührte mich nicht – noch nie hatte ich eine solche Angst vor ihm gehabt, noch nie hatte er mich so weit hinter seine sorgsam gepflegte Fassade blicken lassen. (…)
Seine wundervollen Augen glühten vor Aufregung; dann wich ganz langsam der Glanz aus ihnen, und seine Gesichtszüge formten eine Maske tiefer, uralter Traurigkeit.“ (Bella) – Seite 279

Doch gerade, als ihr Glück trotz aller Gegensätze perfekt zu sein scheint, geschieht etwas, dass Bella in große Lebensgefahr bringt. Neben der besonderen Liebesgeschichte wird es im letzten Drittel des Buches sehr spannend und dramatisch. Auch die Schauplätze sind detailreich beschrieben – Hauptsächlich spielt die Story in dem kleinen Städtchen Forks, das bekannt ist für seine vielen Regentage. Besonders das Wetter spielt für die Cullens eine große Rolle. Doch nicht alle in der Gegend sind der Familie freundlich gesinnt…

Wer bisher nur die Verfilmungen gesehen hat, dem kann ich die Romane wärmstens empfehlen. Denn auch wenn die Filme gut gemacht sind, sind die Bücher doch so viel besser. Man bekommt einen viel besseren Einblick in die ganze Geschichte.

„Alle Aufregung fiel von mir ab, als ich in sein Gesicht schaute; tiefe Ruhe erfüllte mich.“  (Bella) – Seite 267

Mein Fazit: Ein gelungener Auftakt der Twilight Saga! Es wird romantisch, düster, abenteuerlich und spannend. Stephenie Meyer schildert detailreich die ersten Begegnungen von Bella und Edward, dessen Leben nie wieder sein wird wie zuvor. Mal schön, mal schmerzhaft, aber immer sehr locker geschrieben, sodass es sich flüssig lesen lässt. Man lernt die beiden Hauptfiguren sehr gut kennen und es ist interessant, ihren Weg zu verfolgen. Am Ende wird es nochmal richtig spannend. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung:



Titel: Biss zum Morgengrauen
Autorin: Stephenie Meyer
Genre: Jugendfantasy / All Age
Seitenanzahl: 528
Verlag: Carlsen
Erstveröffentlichung: 2006
Aktuelle TB-Ausgabe: März 2017


Die Bücher der Twilight-Saga / Bella & Edward:
Band 1 - Biss zum Morgengrauen (ET: 2006)
Band 2 - Biss zur Mittagsstunde (ET: 2007)
Band 3 - Biss zum Abendrot (ET: 2008)
Band 4 - Biss zum Ende der Nacht (ET: 2009)
Band 5 - Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht) (ET: 2020)

Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner (Eine kurze Novelle zu Biss zum Abendrot) (ET: 2010)


Noch ein Nachtrag zu den beiden Büchern Biss zum Morgengrauen (Bellas Sicht) und Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht): Ich habe nun beide Bücher hintereinander gelesen und kann sagen, dass beide Romane perfekt ineinander greifen, sich gut ergänzen und jeweilige Lücken schließen. Besonders aus Edwards Sicht erfahren wir noch viele Details über die Cullens.
Viel Spaß beim Lesen!

Mittwoch, 2. September 2020

Rezension zu "Biss zur Mitternachtssonne" von Stephenie Meyer

Zum Buch



Die Twilight-Saga – Band 5

Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher kennen LeserInnen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen jede Vernunft. In „Biss zur Mitternachtssonne“ erzählt nun endlich Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton. 
(Quelle: Auszug aus dem Klappentext)





Ich habe die Twilight-Saga vor gut zehn Jahren zum ersten Mal gelesen und war sehr begeistert. Daher war ich nun ziemlich neugierig auf Biss zur Mitternachtssonne. Während die vier Bände der Reihe fast vollständig aus Bellas Sicht erzählt werden (im 4. Band gibt es eine Ausnahme), hält der gerade veröffentliche 5. Band etwas Neues bereit: Dieser erzählt die Story des ersten Bandes Biss zum Morgengrauen nochmal neu, diesmal aus Edwards Sicht. Somit erfahren wir LeserInnen nun, wie er die erste Begegnung mit Bella empfunden hat.
Nochmal ein kurzer Einblick, worum es in diesem Band und im Auftakt der Saga geht: Die 17-jährige Isabella „Bella“ Swan zieht aus dem sonnigen Phoenix zu ihrem Vater Charlie ins verregnete Städtchen Forks. Sie ist ein eher schüchternes Mädchen, das nicht gern im Mittelpunkt steht. An ihrer neuen Schule tut sie als neue Schülerin aber genau das. Natürlich bemerkt Bella auch schnell die Familie Cullen – die geheimnisumwobenen Geschwister, alle blass und makellos. Doch besonders Edward erregt ihre Aufmerksamkeit. Noch ahnen weder Bella noch Edward, dass ihre Leben von nun an nicht mehr dieselben sein werden – denn beide verlieben sich ineinander. Doch Edward hat ein Geheimnis, das ihre Liebe eigentlich unmöglich macht…

Wer nun denkt, dass es hier nicht viel Neues zu entdecken gibt, da man den Verlauf schon kennt, wird überrascht sein: Man bekommt einen völlig neuen Einblick in die Geschichte und erfährt  genau das, wovon Bella nichts wusste und auch, was Edward gemacht hat, wenn er keine Zeit mit ihr verbracht hat. Besonders seine Fähigkeit, Gedanken zu lesen tritt hier sehr stark hervor.

„Mein Leben war unendliche, immergleiche Mitternacht. Es musste notwendigerweise immer Mitternacht für mich sein. Wie war es dann möglich, dass mitten in tiefster Nacht die Sonne aufging? (…)
Ich würde dieses zerbrechliche Mädchen ewig lieben, für den Rest meiner unendlichen Existenz.“ (Edward) – Seite 110, eBook

Sehr gut gefallen hat mir, dass man hier viel über Edwards Vergangenheit und auch über das frühere Dasein seiner Familie erfährt, z.B. welches Leben sein Vater Carlisle in den vorigen Jahrhunderten geführt hat. Zudem wird klar, dass Edward besonders zu seiner „Adoptivmutter“ Esme ein enges Verhältnis hat.  Es gibt viel Interessantes zu lesen – im Vordergrund steht natürlich seine Beziehung mit Bella und wie sehr ihn die erste Begegnung aus der Bahn geworfen hat – seine Empfindungen waren, bevor ihm klar wurde dass sie alles für ihn ist, eher grausam und dunkel.
Mir haben damals im ersten Band vor allem die langen Gespräche zwischen Bella und Edward gefallen, die gibt es auch hier. Hier wird nochmal klar, wie respektvoll er mit ihr umgeht.

„Die größte Freude dieses Lebens.“
Ich spürte keinen Zweifel mehr. Ich kannte jetzt die wahre Bedeutung dieser Formulierung. Die größte Freude meines Lebens war dieses zerbrechliche, tapfere, warme, einfühlsame Mädchen, das gerade so friedlich in meiner Nähe schlief. Bella. Die allergrößte Freude, die das Leben mir zu bieten hatte, und der größte Schmerz, wenn ich sie wieder verlor. (Edward) – Seite 319, eBook

Es ist alles sehr detailreich und ausführlich – das Buch hat einen Umfang knapp 850 Seiten. Doch ich finde, es ist genau richtig. Wem also damals die Bücher sehr gefallen haben und nochmal zurück nach Forks reisen möchte, dem kann ich „Biss zur Mitternachtssonne“ wärmstens empfehlen.
Wer die Saga noch nicht kennt, dem würde ich empfehlen, zumindest den ersten Band  „Biss zum Morgengrauen“ vorher zu lesen – da wird die Handlung noch klarer erläutert und man versteht vieles, was hier auftaucht noch besser. Zum Ende hin wird es, wie bekannt,  nochmal richtig dramatisch – auch auf diese Geschehnisse bekommt man einen völlig neuen Blick.

Das Einzige was mir an diesem Buch leider überhaupt nicht gefällt,  ist das Cover. Der Granatapfel wird natürlich erwähnt, aber die Geschichte hat einfach ein viel schöneres Cover verdient – die verschiedenen Covergestaltungen der Vorgänger haben mir dagegen sehr gefallen.

Mein Fazit: Großartig! Stephenie Meyer lässt uns erneut in die Welt von Bella & Edward eintauchen – diesmal aus Edwards Sicht. Man bekommt einen völlig neuen Einblick in die Geschichte und erfährt viel Neues.  Man lernt die Charaktere noch besser kennen und auch über die Cullens  wird so manches Geheimnis gelüftet.  Auch dieses Buch hat die gleiche Faszination wie bereits die Vorgänger und kann es jedem, der die Twilight-Saga mag, wärmstens empfehlen. Lesehighlight!


Meine Bewertung: 




Titel: Biss zur Mitternachtssonne
Autorin: Stephenie Meyer
Genre: Jugendfantasy / All Age
Seitenanzahl: 848
Verlag: Carlsen
Erstveröffentlichung: 04. August 2020


Die Bücher der Twilight-Saga / Bella & Edward:
Band 1 - Biss zum Morgengrauen (ET: 2006)
Band 2 - Biss zur Mittagsstunde (ET: 2007)
Band 3 - Biss zum Abendrot (ET: 2008)
Band 4 - Biss zum Ende der Nacht (ET: 2009)
Band 5 - Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht) (ET: 2020)

Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner (Eine kurze Novelle zu Biss zum Abendrot) (ET: 2010)

Meine BISS-Sammlung 


Noch ein Nachtrag zu den beiden Büchern Biss zum Morgengrauen (Bellas Sicht) und Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht): Ich habe nun beide Bücher hintereinander gelesen und kann sagen, dass beide Romane perfekt ineinander greifen, sich gut ergänzen und jeweilige Lücken schließen. Besonders aus Edwards Sicht erfahren wir noch viele Details über die Cullens.
Viel Spaß beim Lesen!

Dienstag, 1. September 2020

Monatsrückblick August 2020


Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr habt den etwas zu warmen August gut überstanden? Ich war wie immer buchig unterwegs, es gab in diesem Monat einige spannende Neuerscheinungen: Besonders gespannt war ich auf die neue Kurzgeschichtensammlung Blutige Nachrichten von Stephen King und den 2. Band der Meisterin-Reihe von Markus Heitz. Beide Bücher haben mir so gut gefallen, dass sie zu meinen Monatshighlights gehören.
Anfang des Monats bekam ich tolle Überraschungspost vom Knaur-Verlag: Das Päckchen enthielt nicht nur die schöne Printausgabe von Die Meisterin 2: Spiegel & Schatten von Markus Heitz, sondern auch eine passend gestaltete Dose mit Schwarztee. Darüber habe ich mich sehr gefreut und den Tee werde ich demnächst in meiner Lieblingslesezeit (Herbst) mal probieren.




Im August ist zudem noch ein Buch erschienen, auf das ich ebenfalls ziemlich neugierig war: Biss zur Mitternachtssonne von Stephenie Meyer. Ich habe die Twilight-Romane vor gut zehn Jahren gelesen und war ziemlich begeistert davon. Nun stecke ich mitten im neuen Roman, der den ersten Band aus Edwards Sicht erzählt - man bekommt hier eine ganz neue und düstere Sicht auf die Geschichte, auch erfährt man hier einiges aus der Vergangenheit der Cullens.


Auch wird beim Lesen wird nochmal klar, dass die Bücher so viel besser sind als die Verfilmungen. Ich habe beschlossen, die Reihe demnächst nochmal zu re-readen.


Hier noch das monatliche Update zu #20für2020: Im August habe ich leider kein Buch von meiner Liste gelesen. Aktueller Stand: 12/20 Büchern. Mein Beitrag dazu findet ihr hier: #20für2020 - Meine Leseliste.



Mein Lesemonat in Zahlen

  6 gelesene Bücher 
  2.752 gelesene Seiten
durchschnittlich 88 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
  2 x 5 Sterne
  2 x 4 Sterne 
1 x 3,5 Sterne
1 x 2 Sterne



Gelesene Bücher im August

Antti Tuomainen - Die letzten Meter bis zum Friedhof

Stephen King - Blutige Nachrichten

Markus Heitz - Die Meisterin 2: Spiegel & Schatten
 
Anne Freytag - Aus schwarzem Wasser

Tom Barbash - Mein Vater, John Lennon und das beste Jahr unseres Lebens

Ambrose Parry - Die Morde von Edinburgh 1: Die Tinktur des Todes


Buchhighlights 





Blutige Nachrichten
Stephen King

Die Meisterin 2: Spiegel & Schatten
Markus Heitz








Lesepläne und Neuerscheinungen

Meine Lesepläne für den Monat September:

Stephenie Meyer - Die Twilight-Saga 5: Biss zur Mitternachtssonne (lese ich gerade)
Stephenie Meyer - Die Twilight-Saga 1: Biss zum Morgengrauen (re-read)
John Grisham - Das Manuskript
Ken Follett - Kingsbridge 4: Der Morgen einer neuen Zeit ~ erscheint am 15.09.2020
Thomas Mullen - Die Stadt am Ende der Welt ~ erscheint am 22.09.2020


Weitere Neuerscheinungen, auf die ich mich freue:

Camilla Bruce - Pepper Man ~ erscheint am 01.09.2020
Jo Nesbo - Ihr Königreich ~ erscheint am 02.09.2020



Ich wünsche euch einen schönen, neuen Lesemonat mit vielen spannenden Geschichten!
Viele liebe Grüße, eure Nicole

Samstag, 29. August 2020

Rezension zu "Die Tinktur des Todes" von Ambrose Parry

Zum Buch

Die Morde von Edinburgh – Band 1

1847: Eine brutale Mordserie an jungen Frauen erschüttert Edinburgh. Alle Opfer sind auf dieselbe grausame Weise gestorben. Zur gleichen Zeit tritt der Medizinstudent Will Raven seine Stelle bei dem brillanten und renommierten Geburtshelfer Dr. Simpson an, in dessen Haus regelmäßig bahnbrechende Experimente mit neu entdeckten Betäubungsmitteln stattfinden. Hier trifft Will auf das wissbegierige Hausmädchen Sarah, die jedoch einen großen Bogen um ihn macht und rasch erkennt, dass er ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt. Beide haben ganz persönliche Motive, die Morde aufklären zu wollen. Ihre Ermittlungen führen sie in die dunkelsten Ecken von Edinburghs Unterwelt und nur, wenn es ihnen gelingt, ihre gegenseitige Abneigung zu überwinden, haben sie eine Chance, lebend wieder herauszufinden. 
(Quelle: Klappentext)


Ambrose Parry ist das Pseudonym des Ehepaars Christopher Brookmyre und Marisa Haetzman. Die Tinktur des Todes ist ihr erster gemeinsamer Roman und dieser ist den beiden schon gut gelungen. Einer der Hauptfiguren ist der 19-jährige Medizinstudent Will Raven, der eine Anstellung bei dem anerkannten Arzt Dr. Simpson bekommt. Doch am Abend zuvor macht er eine grausame Entdeckung: Eine Bekannte von ihm wird tot aufgefunden. Bald darauf häufen sich die Todesfälle, deren Todesart Ähnlichkeiten aufweisen. Zusammen mit dem Hausmädchen Sarah begibt er sich auf Spurensuche. Und diese bringt sie selbst in große Gefahr…

„Raven fragte sich, ob er vielleicht etwas übersehen hatte. War er so verstört gewesen, als er sie tot aufgefunden hatte, so in Panik davor, mit der Leiche entdeckt zu werden, dass er nicht richtig hingesehen hatte – Dinge nicht gesehen hatte, die ihm üblicherweise aufgefallen wären?“ – Seite 82, eBook

Doch nicht nur die rätselhaften Mordfälle sind ein zentrales Thema. Auch seine neue Anstellung bei dem renommierten Arzt und Geburtshelfer Dr. Simpson bringt Will so manches Mal an seine Grenzen. Gerade hier bekommt man  einen sehr genauen und oft erschreckenden Einblick in die damalige Zeit, wo es bei Komplikationen meist um Leben und Tod für Mutter und Kind ging. Gleichzeitig sucht Dr. Simpson mit seinen Kollegen nach einem geeigneten Anästhetikum, um vielen Menschen den Schmerz zu nehmen. Die Forschung danach ist ein sehr interessantes Thema, und die damaligen Experimente mit verschiedenen Mitteln und dessen Dosierung bargen oft  Gefahren und waren nicht selten lebensgefährlich.
Neben den medizinischen und wissenschaftlichen Abschnitten erfahren wir nach und nach auch mehr über Will, der ein großes Geheimnis verbirgt…
Eine weitere sympathische Hauptfigur ist das Hausmädchen Sarah Fisher, ein wissbegierige junge Frau, die in ihrem Lerneifer oft ausgebremst wird – einfach, weil sie eine Frau ist und nur Männer an Universitäten zugelassen werden.

„Wenn man zur Ausführung einer Aufgabe oder zum Erwerb von Wissen fähig war, warum sollte es dann eine Rolle spielen, ob man männlich oder weiblich war? Ihre Wut über diese Ungerechtigkeit hatte seitdem kaum noch nachgelassen.“ – Seite 109, eBook

Die Kombination aus Mordermittlung, medizinischen und wissenschaftlichen Abschnitten ist den Autoren gut gelungen.  Nur ab und an fehlte mir in dieser Story der rote Faden. Als sich Sarah und Will im letzten Drittel wieder intensiver den Ermittlungen zuwenden, wird es richtig spannend – ein erschreckendes Gesamtbild ergibt sich…
Der Schreibstil ist gerade am Anfang noch etwas gewöhnungsbedürftig, dieses legt sich jedoch nach einigen Seiten und die Geschichte lässt sich angenehmer lesen.

Mein Fazit: Ein guter historischer Krimi, der neben mysteriösen Mordfällen auch einen detaillierten Einblick in die medizinische Versorgung Mitte des 19. Jahrhunderts gibt. Anfangs ist der Schreibstil etwas anstrengend, doch das legt sich nach kurzer Zeit – es wird besonders im letzten Drittel sehr spannend, denn da setzen sich die einzelnen Puzzlestücke zusammen. Bis auf kleine Schwächen gut gelungen! 


Meine Bewertung: 





Titel: Die Tinktur des Todes
Autor: Ambrose Parry
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 464
Verlag: Piper / Pendo
Erstveröffentlichung: 31. August 2020


Die Morde von Edinburgh - Die Bücher:
Band 1 - Die Tinktur des Todes
Band 2 - Das Gift der Lüge



Vielen Dank an den Piper-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!