Montag, 7. Oktober 2019

Rezension zu "Der Tannenbaum des Todes" von Markus Heitz

Zum Buch

Böser die Glocken nie klingen – die etwas anderen Weihnachtsgeschichten

Geschenkejagd, ein Rentierschlitten mit Startproblemen und verfluchte Christbaumkugeln – mehr als 24 schaurig-schöne Kurzgeschichten für ein rabenschwarzes Fest der Liebe.
Bestsellerautor Markus Heitz erzählt in dieser ganz besonderen Weihnachts-Anthologie von einem Mädchen, das nicht nur den Nikolaus das Fürchten lehrt, weil sie statt dem gewünschten X-Mas-House-Of-Horror einen rosafarbenen Pullover bekommt, vom Treiben der Unheiligen drei Könige oder dem egoistischen Weihnachts-Muffel Quentin, dem eine Kita-Theater-Truppe mit einer ganz besonderen Vorstellung die Ehrfurcht vor dem Fest einbläut. In "Der Tannenbaum des Todes" wird das Beste aus zehn Jahren eines einmaligen Weihnachts-Live-Events erstmals in einem Buch versammelt!  (Quelle: Auszug aus dem Klappentext)


„Er drehte den Zettel um. 666.
Er wusste, was das zu bedeuten hatte: Die Hölle hatte ihn zum unheiligen heiligen Mann gemacht und ihn auf Achse geschickt. Für das Gute Böses tun. Als Buße für seinen Diebstahlversuch. Satan Claus.“ – aus DAS WEIHNACHTSMANNKOSTÜM, Seite 41


In diesem Jahr gibt es passend zur bald wieder anstehenden Vorweihnachtszeit eine ganz besondere Adventsanthologie von Markus Heitz – mit Weihnachtsgeschichten der etwas anderen Art.
Vorab berichtet der Autor, woher diese Geschichten stammen, bzw. wie es zu diesem Buch gekommen ist: Seit mehr als zehn Jahren richtet ein Gastronomie-Ehepaar zusammen mit Markus Heitz in ihrer Gaststätte jedes Jahr eine ganz besondere Veranstaltung in der Adventszeit aus. Bei „Böser die Glocken“ werden vier Gänge serviert – und dazwischen gibt es die schwarzhumorigen, etwas anderen Weihnachtsgeschichten vom Autor. Kein Wunder, dass diese Veranstaltung immer rasend schnell ausverkauft ist. Umso schöner, dass auch alle anderen nun in den Genuss dieser Geschichten kommen, die in diesem Buch nun veröffentlicht wurden.

Die Kurzgeschichten sind immer nur wenige Seiten lang, sind sehr abwechslungsreich und haben –trotz ihrer Kürze- einiges zu bieten: Vom Drogendealer-Weihnachtsmann über eine Nikolauskillerin bis hin zu den Unheiligen Drei Königen und Satan Claus – es wird herrlich schräg, bitterböse bis hin zu fies-witzig – und immer mit viel rabenschwarzen Humor. Natürlich erfahren wir auch, wie es zur Legende vom Tannenbaum des Todes,  der Zerstörung und der Dunkelheit kam.

Allzuviel kann ich hier über die Inhalte der einzelnen Storys nicht erzählen – denn damit würde ich zu viel verraten. Lasst euch überraschen! Die einzelnen Geschichten sind jedenfalls sehr gut verfasst – schnell erzählt ohne viel drum herum und sie enthalten alles, was für die jeweilige Handlung nötig ist. Es wird skurril, gruselig und teuflisch. Schon einzelne Sätze sind mehr als schräg:


„Der Tag, an dem die Gewürze böse wurden, war ein Montag.“ aus BÖSE GEWÜRZE, Seite 48


Neben den Erzählungen gibt es auch ein paar Gedichte – natürlich im selben schrägen Stil. Hinten im Buch findet man auch passende Menüvorschläge: Hier werden die einzelnen Gänge aufgelistet, die in den letzten zehn Jahren bei dem besonderen Dinner angeboten wurden. So kann man sich einige Anregungen holen.

Neben dem lustig-dunklenTitel ist auch das Cover ein Hingucker – die Farben zusammen mit dem besonderen Weihnachtmann fallen einem sofort ins Auge.

Mein Fazit: Der Tannenbaum des Todes ist die etwas andere Weihnachts-Anthologie – es gibt mehr als 24 Storys, die immer herrlich schräg, manchmal bitterböse bis hin zu fies-witzig sind. Und alle Erzählungen enthalten eine große Portion schwarzen Humors. Die einzelnen Geschichten sind gut geschrieben, meistens sehr kurz und eignen sich perfekt für die Vorweihnachtszeit. Natürlich nur für Leser geeignet, die von der ganzen Besinnlichkeit mal eine Pause brauchen und diesen speziellen schwarzen Humor mögen. Ich fand es perfekt und kann es nur empfehlen!


Meine Bewertung: 











Titel: Der Tannenbaum des Todes
Autor: Markus Heitz
Genre: Humor / Kurzgeschichten
Seitenanzahl: 272
Verlag: Knaur
Ertveröffentlichung: 01. Oktober 2019


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

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