Montag, 21. Oktober 2019

Rezension zu "Opfer 2117" von Jussi Adler-Olsen

Zum Buch

Band 8 der Reihe um Carl Morck und dem Sonderdezernat Q

An Zyperns Küste wird eine tote Frau aus dem Nahen Osten angespült: Auf der Tafel der Schande in Barcelona, wo die Zahl der im Meer ertrunkenen Flüchtlinge angezeigt wird, ist sie Opfer 2117. Doch sie ist nicht ertrunken, sondern ermordet worden. Kurz darauf beschließt der 22-jährige Alexander in Kopenhagen, Rache zu nehmen für Opfer 2117, dessen Foto durch die Medien ging. Bis Level 2117 spielt er sein Game „Kill Sublime“ − dann will er wahllos morden. Als Assad vom Sonderdezernat Q das Bild der toten Frau zu Gesicht bekommt, bricht er zusammen. Denn er kannte sie nur zu gut. Ein hochemotionaler Fall für Carl Mørcks Team, der nicht nur Assad an seine Grenzen bringt.  
(Quelle: Klappentext)


„Diese herzliche und lebhafte Frau, der seiner Familie alles verdankte, endete als eine Zahl in der Statistik – als Opfer einer zynischen, aus den Fugen geratenen Welt. War das die Welt, in der er leben wollte? Dann konzentrierte er sich auf das Foto, das eine Gruppe Überlebender etwas weiter an Land zeigte. In ihren Gesichtern spiegelte sich das blanke Entsetzen.“ – Seite 63, eBook


Opfer 2117 ist der mittlerweile achte Band um Polizeihauptkommissar Carl Morck und seinem Team des Sonderdezernats Q. Und hier greift Jussi Adler Olsen Themen auf, wie sie aktueller und erschütternder nicht sein können. Auch sind die verschiedenen Schauplätze auf mehrere Länder verteilt: Neben Dänemark, Spanien und Griechenland spielt auch ein Großteil der Geschichte in Deutschland.
Es gibt verschiedene Blickwinkel und Figuren, die anfangs wie lose Fäden wirken, sich aber nach und nach zu einem gesamten Bild verweben – und alles hat begonnen bei einer toten Frau, die zum Opfer 2117 wird. Dieser Band hat noch eine Besonderheit: Hier erfahren wir endlich Assads ganze Geschichte – und die kann schrecklicher nicht sein.  Assad, der schon viele Jahre an Carl Morcks Seite ermittelt hat um seine Vergangenheit immer ein Geheimnis gemacht. Welche Rolle das Opfer mit der Nummer 2117 hier spielt, erfährt man natürlich im Laufe der Geschichte.
Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ist packend und doch irgendwie anders als die Vorgänger. Es wird sehr emotional und erschütternd, allein schon wegen der traurigen Thematik.

Auch in Carls Privatleben gibt es Neuigkeiten, die er erstmal verarbeiten muss, auch gibt es ein Wiedersehen mit bereits bekannten Figuren. Besonders in der zweiten Hälfte nimmt der Thriller richtig an Fahrt auf - es gibt ein Wettlauf um Leben und Tod…


„Es bestand kein Zweifel mehr. Mit jedem Schild, das hinter ihnen zurückblieb, näherten sie sich dem Tod. Sie alle. – Seite 285, eBook


Mein Fazit: Ein spannender Thriller mit einer ernsten und traurigen Thematik – sehr gut geschrieben, oft sehr emotional und erschütternd. Wir erfahren hier nun die ganze Geschichte von Assad, einer der Hauptfiguren der letzten sieben Bände. Es wird packend mit vielen verschiedenen Schauplätzen – besonders in der zweiten Hälfte nimmt die Story an Fahrt auf. Dieser Band gehört mit zu den Besten aus der Reihe – lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Opfer 2117
Autor: Jussi Adler-Olsen
Genre: Thriller
Seitenantahl: 592
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2019



Die Bücher der Reihe um Carl Morck und dem Sonderdezernat Q:
Band 1 - Erbarmen
Band 2 - Schändung
Band 3 - Erlösung
Band 4 - Verachtung
Band 5 - Erwartung
Band 6 - Verheissung
Band 7 - Selfies 
Band 8 - Opfer 2117
Band 9 - Natrium Chlorid



Vielen Dank an dtv für das Rezensionsexemplar!

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