![]() |
| Zum Buch |
Mysteriöse Vorgänge und ein Kampf um Gut und Böse…
Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund sucht Kate
Reese zusammen mit ihrem siebenjährigen Sohn Christopher nach einem sicheren
Versteck – dieses findet sie in dem
Örtchen Mill Grove in Pennsylvania. Mill Grove ist abgelegen und umgeben von dichtem
Wald – es gibt nur eine Hauptstraße, die lang durch den Ort führt. Doch kurz
nach dem Umzug hört der kleine Christopher plötzlich eine Stimme und beginnt mysteriöse
Zeichen zu sehen – diese führen ihn geradewegs in den Wald…
Daraufhin bleibt der Junge sechs Tage lang spurlos
verschwunden und taucht plötzlich nahezu unverletzt wieder auf, jedoch ohne
Erinnerung an die letzten Tage. Jedoch
merkt Christopher schnell, dass er plötzlich besondere Fähigkeiten zu haben
scheint. Und er muss unbedingt ein Baumhaus bauen. Warum, weiß er nicht. Nur
dass alles davon abhängt. Nach und nach erfährt Christopher, was es damit auf
sich hat und plötzlich steht die Existenz des ganzen Ortes auf dem Spiel. Ein
Kampf um Gute und Böse beginnt…
„Ehrfürchtig schaute er hinauf zum Himmel. Die Wolke war RIESIG. Das Lächeln hatte ZÄHNE. Ein glückliches LÄCHELN. Christopher strahlte, als der Donner krachte. Und er folgte dem Wolkengesicht. Von der Sachgasse. Auf den Weg. Hinein in den Missionswald." - Seite 43, eBook
…und damit verschwindet der siebenjährige Christopher Reese
für sechs Tage spurlos.
Auf dieses besondere Buch bin ich durch die interessante
Inhaltsangabe gestoßen und dem Werbeslogan „Stephen King meets Stranger
Things“. Dieses trifft tatsächlich zu – denn die Geschichte entwickelt sich
völlig abgefahren.
Doch zunächst zum Beginn: Schon auf den ersten Seiten wird
eine sehr unheimliche Atmosphäre spürbar, die sich bis zum Ende hin hält.
Ähnlich wie Stephen King siedelt Stephen Chbosky seine Geschichte in einem
anfangs normalem Umfeld an, in dem nach und nach das Grauen einzieht. Schnell
wird klar, dass Mill Grove alles andere als idyllisch ist und Unheimliches
verbirgt…
Das Buch ist mit seinen 912 Seiten schon etwas umfangreich,
allerdings lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Sie ist gespickt mit vielen
kleinen Details, was aber gut passt – man kann die Vorgänge in Mill Grove sehr
gut verfolgen, besonders den Weg der Hauptfigur – dem siebenjährigen
Christopher. Aber auch einige Nebenfiguren spielen hier eine zentrale Rolle.
Die alte Frau schwieg einen Moment, dann lächelte sie Christophers Mutter zu. „Alles ist falsch. Sie spüren es doch auch.“ Christophers Mutter starrte sie an und bekam Gänsehaut an den Armen. – Seite 346, eBook
Die gesamte Handlung steckt voller Überraschungen. Man
erfährt ziemlich schnell, was es wirklich mit dem Baumhaus auf sich hat. Schon
hier wird es langsam skurril, aber interessant. Während ich die ersten beiden
Drittel unheimlich gut gelungen fand, wurde es mit im letzten Drittel
tatsächlich zu abgefahren und überladen – gleichzeitig zieht sich die Story
dort etwas. Leider dämpft dieses meine Begeisterung ein kleines bisschen. Weniger
wäre hier mehr gewesen.
Positiv jedoch ist der tolle, flüssig zu lesende Schreibstil
und die unheimliche und dunkle Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman
zieht. Auch die Horror-Elemente sich reichlich vorhanden und gut platziert.
„Ist hier jemand?“, fragte sie laut. Schweigen. Still und atmend. – Seite 244, eBook
Mein Fazit: Ein außergewöhnliche Mystery-Story, in dem der
Horror nach und nach Einzug erhält. Gelungen ist die unheimliche Atmosphäre,
die detailreichen Schilderungen und die starken Charaktere. Die ersten beiden
Drittel habe ich voller Begeisterung gelesen, im letzten Drittel wurde es mir
dann etwas zu skurril und überladen – daher ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten
empfehlenswert für alle Mystery- und Horrorfans!
Meine Bewertung:
Titel: Der unsichtbare Freund
Autor: Stephen Chbosky
Übersetzt von: Friedrich Mader
Genre: Mystery / Horror
Seitenanzahl: 912
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 04. November 2019
Eine weitere Rezension zum Buch findet ihr bei Nicole von Zeit für neue Genres.
Vielen Dank an das Bloggerportal
und Heynefür das Rezensionsexemplar!

Hallo Nicole,
AntwortenLöschenoh ja, wir sind uns hier einig. Mir war das Ende zu sehr in die Länge gezogen, es wurde zu viel reingepackt. Dennoch ist es meisterhafter Horror! Stellenweise hatte ich richtig Angst - ich sage nur sss. ^^
Liebe Grüße,
Nicole
Hallo Nicole,
Löschenja, es wurde oft ziemlich unheimlich! Das ist dem Autor sehr gut gelungen.
Und zu "sss": Da hast du völlig recht - so gruselig! :D
Liebe Grüße
Nicole
Hallo Nicole,
Löschenoh ja, dieses sss - das hat mich fertig gemacht. :D Selten, dass ich mich so gegruselt habe. Daher alle Achtung vor Chbosky!
Danke für's Verlinken!
Liebe Grüße & ein gemütliches Wochenende,
Nicole
Hallo Nicole,
AntwortenLöschendas klingt wirklich spannend! Ich werde das Buch mal im Auge behalten. Dankeschön für die interessante Rezension!
Viele Grüße und noch eine schöne Vorweihnachtszeit
Kerstin
Hallo liebe Kerstin,
Löschenmeine Antwort kommt etwas spät - entschuldige!
Ja, es ist ein wirklich unheimliches und auch spannendes Buch. Wenn du es lesen solltest, wünsche ich dir viel Spaß! :)
Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Nicole