Donnerstag, 26. Dezember 2019

Rezension zu "Die Spiegelreisende 3: Das Gedächtnis von Babel" von Christelle Dabos

Zum Buch

Band 3 der Spiegelreisenden-Saga

Fast drei Jahre hat Ophelia Thorn nicht mehr gesehen. Auf ihre Heimatarche Anima verbannt, fristet sie ein ereignisloses Dasein. Bis sie auf eine Postkarte stößt, die ihr einen wertvollen Hinweis gibt. Und so reist sie heimlich nach Babel, einer Arche mit strikten Vorschriften und argwöhnischen Bewohnern, die Robotern mehr gleichen als Menschen. Dort angekommen, muss sie sich als "Lehrling" beweisen und sieht sich plötzlich in eine tödliche Geschichte verstickt.
Auf einer Arche, die aus tausend Inseln besteht, und wo Menschen mechanisch absurden Gesetzen folgen, muss sich Ophelia allein durch ein immer bedrohlicheres Geflecht an Lügen kämpfen – und kommt auf ihrer Suche nach Thorn der "letzten Wahrheit" riskant nah. 
(Quelle: Klappentext)


„Ophelia blinzelte geblendet: Sie musste den Kopf in den Nacken legen, um den Turm der Gedenkstätte ganz mit einem Blick zu erfassen. Seine Größe war so kolossal, seine Glaskuppel so strahlend, dass man ihn für einen Leuchtturm halten konnte, der die gesamte Welt erhellen sollte.“ – Seite 82


Mit großer Begeisterung habe ich bereits die ersten beiden Bände der Spiegelreisenden-Saga gelesen – auch Das Gedächtnis von Babel, der 3. Band der Reihe, steht seinen Vorgängern in nichts nach. Anders als bei den nahtlos ineinander übergehenden Vorgängern sind hier seit den letzten Ereignissen knapp drei Jahre vergangen. Gerade am Ende des 2. Bandes ist viel Dramatisches geschehen,  einige Geheimnisse wurden aufgedeckt und dann verschwand auch noch Thorn spurlos.
Seitdem hofft Ophelia, die vom Pol wieder auf ihrer Heimatarche Anima zurückkehren musste, auf ein Lebenszeichen von ihm. Eine Spur führt sie schließlich auf die Arche Babel, wo das Leben der Bewohner nochmal komplett anders ist als das, was Ophelia bisher kennen gelernt hat. Nach einigen Nachforschungen findet sie Erstaunliches heraus und gerät gleichzeitig in große Gefahr…

Auch hier überzeugt Christelle Dabos wieder mit einem tollen Schreibstil, der uns Leser von der ersten Seite an fesselt. Spannend ist nach wie vor das einzigartige Szenario: Die Welt, wie wir sie kennen, gibt es nicht mehr -  vor langer Zeit ist diese in 21 große Teile zerbrochen, die als Archen bekannt sind. Jeder Arche ist anders und hat ihre eigene Lebensweise und Gesetze.  Nach Ophelias Heimatarche Anima und dem eisigen Pol lernen wir nun eine neue Arche kennen: Babel. Hier ist noch einmal alles völlig anders – die Autorin beschreibt die Umgebung detailreich und bildgewaltig. Auch die Geschichte entwickelt sich spannend und wir kommen einem großen Geheimnis immer näher auf die Spur…


„Bisher war Ophelia überzeugt gewesen, dass sie hier nichts erleben könnte, was auch nur entfernt an den Pol erinnerte. Doch in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie Babel unterschätzt hatte.“ – Seite 142


Neben den schon bekannten und liebgewonnenen Figuren lernen wir hier auch neue, interessante  Charaktere kennen. Auch die Fantasy-Elemente, wie die besonderen Fähigkeiten und Gaben der Einzelnen kommen hier gut zur Geltung.

Mein Fazit: Auch der 3. Band der Spiegelreisenden-Saga überzeugt auf ganzer Linie. Ein fesselnder und zugleich detailreicher Schreibstil, starke Charaktere in einem einzigartigen Welten-Szenario und ein packender Verlauf voller Überraschungen machen das Buch wieder zu einem wirklichen Lesehighlight! 

Meine Bewertung: 





Titel: Die Spiegelreisende Band 3 - Das Gedächnis von Babel
Autorin: Christelle Dabos
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 520
Verlag: Insel
Erstveröffentlichung: 17. November 2019


Die Bände der Spiegelreisenden-Saga
Band 3 - Das Gedächtnis von Babel





Viele weitere Infos rund um die Autorin und die Spiegelreisenden-Saga und findet ihr hier: https://www.diespiegelreisende.de/

 

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