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Band 4 der Spiegelreisenden-Saga
Risse überziehen die Welt der Archen. Immer größere Stücke
Land stürzen ins Nichts. Babel, Pol, Anima Einer jagt den nächsten, die
Abgründe werden immer größer. Babel, Pol, Anima – keine der am Himmel
schwebenden Inseln bleibt verschont. Ungläubig müssen die Menschen mit ansehen,
wie ihre Welt nach und nach verschwindet. Um die unwiederbringliche Zerstörung
der Archen zu stoppen, muss so schnell wie möglich der Schuldige gefunden
werden. Muss „der Andere“ gefunden werden. Aber wie? Wo doch niemand auch nur
ahnt, wie er aussieht?
Ophelia und Thorn sind so vereint wie nie. Zusammen begeben sie sich im Störfeuer der vergangenen und zukünftigen Echos auf die Suche nach der allerletzten Wahrheit.
Ophelia und Thorn sind so vereint wie nie. Zusammen begeben sie sich im Störfeuer der vergangenen und zukünftigen Echos auf die Suche nach der allerletzten Wahrheit.
(Quelle: Klappentext)
Der vierte und finale Band der Spiegelreisenden-Saga gehört
mit zu den Büchern, auf dessen Veröffentlichung ich in diesem Jahr mit am
sehnlichsten gewartet habe. Mit großer Begeisterung habe ich bereits die drei
Vorgänger gelesen, die alle im Jahr 2019 erschienen sind. Nachdem der letzte
Band „Das Gedächtnis von Babel“ mit einem großen Cliffhanger endete, geht es in
„Im Sturm der Echos“ genau an der Stelle spannend weiter.
Doch zunächst gibt es am Anfang des Buches einen kleinen
Rückblick auf die letzten Geschehnisse und noch einmal eine Beschreibung der
wichtigsten Charaktere – das hat mir sehr gut gefallen, denn so ist man sofort
wieder mitten im Geschehen.
Nachdem Ophelia und Thorn im letzten Band einige Geheimnisse
gelüftet haben, stehen sie gleichzeitig vor neuen Rätseln und Herausforderungen:
Welche Rolle spielen die Echos und das Mysterium, das nur „Der Andere“ genannt
wird, bei den dramatischen Geschehnissen, die sich aktuell auf allen Archen
ereignen?
„Beschäftigt euch mit den Echos. Sie sind der Schlüssel zu allem“, hatte Lazarus gesagt.Ophelia versuchte, zu verstehen, sie versuchte es wirklich. Ein unsichtbarer Faden, schien Eulalia Gort, den Anderen, die Einstürze und die Echos miteinander zu verbinden, doch er war voller Knoten. – Seite 144
Um die vielen Geheimnise und die letzten Rätsel zu lösen, begeben
sich Thorn und Ophelia auf eine gefährliche Mission. Dazu müssen sie erneut in
fremde Rollen schlüpfen. Was sie bei ihren Ermittlungen herausfinden, ist
unglaublich und wird sie für immer verändern…
Auch das einzigartige Szenario, in der die Saga spielt,
kommt hier wieder sehr gut zur Geltung: Die Welt wie wir sie kennen, gibt es
schon lange nicht mehr. Vor langer Zeit wurde diese in 21 Archen zerschlagen,
die in der „Leere“ schweben. Auf denen herrschen die Familiengeister, die den
Bewohnern besondere Fähigkeiten vererbt haben – jede Arche hat seine eigene
Fähigkeit. Ophelia stammt von der Arche Anima – sie kann über kurzen Distanzen
durch Spiegel reisen und die Vergangenheit von Gegenständen „lesen“. Bei ihrer
ersten Spiegelreise in ihrer Kindheit hatte sie einen Unfall – nichts ahnend,
das sie damit etwas ausgelöst hat, was nun, Jahre danach, auf der Welt immer
weitreichendere Folgen nach sich zieht. Dieses Geheimnis und u.a. auch die
Frage, warum die Welt vor langer Zeit in 21 Archen zerrissen wurde, wird hier
nun gelüftet und auf erstaunliche Weise entschlüsselt.
„Sie tauchte wieder in den Spiegel ein, so aufmerksam wie möglich und zugleich ohne bestimmte Absicht. Sie spürte, wie sie in einen Raum glitt, der mit Worten schwer zu beschreiben war; Formen und Farben waberten darin, als würde man sich mit Fingern fest die Lider zudrücken. Das Dazwischen. Der Raum zwischen den Spiegeln.“ – Seite 67
Neben Ophelia und Thorn gibt es ein Wiedersehen mit vielen
bekannten Nebencharakteren – auch hier
wird um den ein oder anderen so manches Geheimnis gelüftet.
Die Handlung selbst hat einiges zu bieten – auf den über 600
Seiten hat die Autorin einen Verlauf erschaffen, der überraschender nicht sein
kann. Es wird öfter mal kompliziert und man muss manches Mal aufpassen, dass
man den Faden in der komplexen Handlung nicht verliert - daher sollte man sich
Zeit für dieses Buch nehmen. Dennoch ist es im Gesamten gut verständlich. Die
beeindruckenden Schauplätze sind detailreich geschildert, die vielen phantastischen
Elemente sind perfekt platziert und lässt uns LeserInnen oft staunen.
Auch die Gestaltung des Buches wieder sehr gelungen und passt perfekt zu seinen Vorgängern:
Mein Fazit: Ein gelungenes und bildgewaltiges Finale, das überraschender
nicht sein kann. Christelle Dabos schafft es, sowohl die beeindruckenden
Schauplätze detailreich zu schildern, als auch die Story mit ihren vielen
phantastischen Elementen schlüssig und spannend weiter zu erzählen. Der Verlauf
ist manchmal zwar etwas kompliziert, aber nach und nach ergibt sich aus den
einzelnen Puzzleteilen ein Gesamtbild, das erstaunlicher nicht sein kann. Ein großartiges Finale mit vielen Abenteuern!
Meine Bewertung:
Titel: Die Spiegelreisende 4 - Im Sturm der Echos
Autorin: Christelle Dabos
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 613
Verlag: Insel
Erstveröffentlichung: 22. Juni 2020
Die Bände der Spiegelreisenden-Saga
Band 1 - Die Verlobten des Winters
Band 3 - Das Gedächtnis von Babel
Band 4 - Im Sturm der Echos
Viele weitere Infos rund um die Autorin und die Spiegelreisenden-Saga und findet ihr hier: https://www.diespiegelreisende.de/



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