Sonntag, 8. März 2020

Rezension zu "Vanitas - Grau wie Asche" von Ursula Poznanski

Zum Buch

VANITAS - Band 2

Carolin ist zurück in Wien, zurück in der Blumenhandlung am Zentralfriedhof. Sie weiß, dass ihre Verfolger sie nicht mehr für tot halten, doch wie es aussieht, haben sie ihre Spur in München verloren. Kaum beginnt sie sich wieder ein wenig sicherer zu fühlen, wird der Friedhof von Grabschändern heimgesucht. Immer wieder werden nachts Gräber geöffnet, die Überreste der Toten herausgeholt und die Grabsteine mit satanistischen Symbolen beschmiert. Nicht lange, und auf einem der Gräber liegt eine frische Leiche – ist jemand den Grabschändern in die Quere gekommen?
Die öffentliche Aufmerksamkeit und das Polizeiaufkommen rund um den Friedhof sind Carolin alles andere als recht – doch fast noch mehr irritiert sie ein junger Mann, der seit kurzem täglich den Blumenladen besucht. Nach außen hin gilt sein Interesse ihrer Kollegin, doch in Carolin wächst der Verdacht, dass er in Wahrheit hinter ihr her ist. Sie entschließt sich zu einem folgenreichen Schritt... 


„Ich merke schon, dass etwas nicht stimmt, als ich um Punkt sieben Uhr morgens den Zentralfriedhof betrete. Heute durch Tor 11. Ich habe mir angewöhnt, nie zwei Tage hintereinander denselben Weg zu nehmen. Nicht mehr, seit die falschen Leute wissen, dass ich noch am Leben bin.“ (Carolin) – Seite 10, eBook


Grau wie Asche ist der zweite Band der Thriller-Reihe VANITAS von Ursula Poznanski. Die Handlung beginnt knapp fünf Wochen nach den letzten Geschehnissen in Schwarz wie Erde – Carolin ist nach Wien zurück gekehrt mit einer großen Ungewissheit: Wissen ihre Verfolger wirklich, dass sie noch lebt und können diese sie in Wien aufspüren? Carolin beäugt jeden Kunden und die Menschen in ihrem Umkreis sehr genau – ein junger Mann fällt ihr besonders auf: Er besucht die Blumenhandlung regelmäßig und verhält sich merkwürdig.
Dazu kommen noch die mysteriösen Grabschändungen auf dem Friedhof in Verbindung mit einer Leiche, die auf einem Grab gefunden wurde. Das erhöhte Polizeiaufkommen macht Carolin nervös, doch gleichzeitig stellt sie eigene Nachforschungen an – sie findet Erschreckendes heraus…
Der zweite Band hat mir noch besser gefallen als der Vorgänger. Der Handlungsaufbau ist von Anfang an spannend – man kann Carolins Lage, ihre Gedanken und ihr Tun genauestens verfolgen, denn das Buch ist überwiegend in der Ich-Perspektive aus Carolins Sicht geschrieben. Carolin lässt sich schließlich zu etwas hinreißen, dass sie in eine schwierige Lage bringt. Gleichzeitig erfahren wir auch mehr über das, was sie in ihrer Vergangenheit durchmachen musste – das ist hier etwas ausführlicher als noch im ersten Band. Aber auch die aktuellen Entwicklungen sind unheimlich  – sowohl die mysteriösen Morde und die Grabschändungen geben Rätsel auf als auch der junge Mann, der regelmäßig die Blumenhandlung besucht- ist er von Carolins Feinden geschickt worden oder nur ein harmloser Mann, der Interesse an Carolins Kollegin hat?
Die Handlung nimmt in allen Fällen einen sehr überraschenden Verlauf – das Buch ist unheimlich packend und man möchte es am liebsten in einem Rutsch durchlesen.
Wie auch schon im Vorgänger kommt hier wieder die Blumensprache zum Einsatz – jede Blume hat eine bestimmte Bedeutung  und dieses macht sich Carolin regelmäßig zunutze, um mit ihrer Kontaktperson bei der Polizei zu kommunizieren – ein besonderes Detail, dass mir schon im ersten Band gut gefallen hat. Auch der Hauptschauplatz – der Wiener Zentralfriedhof- gibt diesem Thriller eine unheimliche Note.


„Um diese Zeit zwischen den Grabreihen herumzulaufen, fühlt sich merkwürdig an. Als wären die Toten nachts weniger tot. Als würden sie mich beobachten. Das rote Flackern der Grablaternen, die vereinzelten Rufe der Waldohreulen wecken in mir Assoziationen, die ebenso klischeehaft wie albern sind.“ (Carolin) – Seite 276, eBook


Mein Fazit: Eine packende Fortsetzung der Thriller-Serie VANITAS, die mir noch besser gefallen hat als der Vorgänger. Das Buch gehört zu denjenigen, die man, einmal angefangen, nur noch schwer aus der Hand legen kann. Die Geschichte um Carolin geht spannend weiter, auch über ihre schrecklichen Erlebnisse in der Vergangenheit erfahren wir noch mehr Details. Dazu hält der Handlungsverlauf ungeahnte Wendungen bereit – es wird spannend, erschreckend und überraschend. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 





Titel: Vanitas 2 - Grau wie Asche
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 400
Verlag: Knaur
Erstveröffentlichung: 02. März 2020



Die Bücher der Vanitas-Serie:
Band 1 - Schwarz wie Erde
Band 2 - Grau wie Asche
Band 3 - Rot wie Feuer




Vielen Dank an Droemer-Knaur und Netgalley für das Rezensionsexemplar! 

2 Kommentare:

  1. Liebe Nicole,
    mir hat dieser Teil auch besser gefallen als der erste. Mal sehen, wann wir mit Nummer Drei beglückt werden. :-)
    Liebe Grüße
    Heike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Heike,
      mir ging es genau so und ich hoffe, dass es schnell eine Fortsetzung geben wird. :)
      Liebe Grüße
      Nicole

      Löschen