Montag, 11. Mai 2020

Rezension zu "Permanent Record" von Edward Snowden

Zum Buch
 
Die Geschichte von Edward Snowden

Edward Snowden riskierte alles, um das System der Massenüberwachung durch die US-Regierung aufzudecken. Jetzt erzählt er seine Geschichte.

„Mein Name ist Edward Snowden. Sie halten dieses Buch in Händen, weil ich etwas getan habe, das für einen Mann in meiner Position sehr gefährlich ist: Ich habe beschlossen, die Wahrheit zu sagen.“

Mit 29 Jahren schockiert Edward Snowden die Welt: Als Datenspezialist und Geheimnisträger für NSA und CIA deckt er auf, dass die US-Regierung heimlich das Ziel verfolgt, jeden Anruf, jede SMS und jede E-Mail zu überwachen. Das Ergebnis wäre ein nie dagewesenes System der Massenüberwachung, mit dem das Privatleben jeder einzelnen Person auf der Welt durchleuchtet werden kann. Edward Snowden trifft eine folgenschwere Entscheidung: Er macht die geheimen Pläne öffentlich. Damit gibt er sein ganzes bisheriges Leben auf. Er weiß, dass er seine Familie, sein Heimatland und die Frau, die er liebt, vielleicht nie wiedersehen wird. Ein junger Mann, der im Netz aufgewachsen ist. Der zum Spion wird, zum Whistleblower und schließlich zum Gewissen des Internets. Jetzt erzählt Edward Snowden seine Geschichte selbst. Dieses Buch bringt den wichtigsten Konflikt unserer Zeit auf den Punkt: Was akzeptieren wir – und wo müssen wir anfangen Widerstand zu leisten?  
(Quelle: Klappentext)

„Von meinem Leben zu erzählen und dabei gleichzeitig die Privatsphäre der Menschen, die ich liebe, zu wahren und keine legitimen Staatsgeheimnisse zu enthüllen, ist keine leichte Aufgabe. Aber genau das ist meine Aufgabe. Zwischen diesen beiden Verpflichten ist mein Platz.“ (Edward Snowden) – Seite 18

…mit diesem Satz endet das sehr informative Vorwort – schon allein diese ersten Seiten geben einen kurzen, intensiven Einblick in die berufliche Laufbahn von Edward Snowden.  

Das Buch selbst ist in drei Teile aufgeteilt - Edward Snowden beginnt mit seiner Kindheit: Man erfährt wo und auch wie er aufgewachsen ist, er berichtet von seiner Familie und auch, wie die erste Spielekonsole, der erste Computer und schließlich das Internet in sein Leben gekommen ist – schnell entdeckt er seine Leidenschaft für die Technik.  1983 geboren, gehört er noch zu der Generation, die die frühe Kindheit ohne Digitalisierung und Handy verbracht hat. Diese und viele weitere Abschnitte in seinem Leben schildert er detailreich – es ist unheimlich interessant zu lesen.
Auch, wie er 9/11 erlebt hat und welche Entscheidungen er daraufhin für sein Berufsleben trifft, ist interessant zu verfolgen. Wir bekommen einen detaillierten Einblick in seine Zeit bei CSI und NSA – Snowden schildert ausführlich seine Aufgaben beim Geheimdienst; wie sich alles entwickelt und wie er schließlich die folgenreiche Entscheidung trifft, zum Whistleblower zu werden.

„Es ist nun sechs Jahre her, dass ich an die Öffentlichkeit gegangen bin, weil ich feststellen musste, dass sich die Regierungen sogenannter hochentwickelter Staaten auf der ganzen Welt immer weniger um den Schutz der Privatsphäre scherten, den ich – wie übrigens auch die vereinten Nationen – als elementares Menschenrecht betrachte.“  (Edward Snowden)  – Seite 16

Die Autobiographie lässt sich flüssig lesen, gibt einen detaillierten und sehr nahen Einblick in das Leben des heute fast 37-jährigen Mannes, der nun seit gut sieben Jahren im Exil lebt. Oftmals spannend wie ein Krimi, aber auch erschütternd wie ein Drama berichtet Edward Snowden über sein Leben. Ebenfalls sehr interessant sind seine Schilderungen über die Veränderung des Internets und die zunehmende Digitalisierung – eine Sache, die sehr nachdenklich macht.

„Diese Argumentation befeuerte den größten Traum den Geheimdienstes: Dauerhaftigkeit: Alle jemals gesammelten oder erzeugten Daten in alle Ewigkeit zu speichern und auf diese Weise ein perfektes Gedächtnis zu schaffen. Die dauerhafte Aufzeichnung, der Permanent Record.“ (Edward Snowden) – Seite 215

Mein Fazit: Eine sehr lesenswerte Biografie über einen Mann, der alles riskiert hat. Edward Snowdens Lebensgeschichte liest sich spannend wie ein Krimi und bewegend wie ein Drama -  wir bekommen einen detaillierten Einblick in seinen Lebenslauf – angefangen bei seiner Kindheit. Gleichzeitig informiert er in „Permanent Record“ über den enormen Forstschritt der Technik und Digitalisierung, der Überwachung und die extreme Veränderung des Internets. Sehr informativ  und manchmal auch erschreckend – ein Buch das zum Nachdenken anregt. Lesenswert. 


Meine Bewertung: 










Titel: Permanent Record - Meine Geschichte
Autor: Edward Snowden
Genre: Biografie
Seitenanzahl: 432
Verlag: S. FISCHER
Erstveröffentlichung: 17. September 2019

2 Kommentare:

  1. Ich finde die Geschichte von Edward Snowden total spannend. Vielleicht werde ich das Buch auch noch lesen.
    Liebe Grüße
    Luisa von https://www.allaboutluisa.com/

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    1. Hallo Lisa,
      ja, seine Geschichte ist wirklich interessant und auch spannend. Ich kann es nur empfehlen.
      Vielen lieben Dank fürs folgen, ich schaue auch noch auf deiner Seite vorbei. :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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