Sonntag, 5. Dezember 2021

Rezension zu "Die unsichtbare Bibliothek" von Genevieve Cogman

 

Zum Buch



Die Bibliothekare – Band 1


Die unsichtbare Bibliothek - ein Ort jenseits von Raum und Zeit und ein Tor zu den unterschiedlichsten Welten. Irene Winters arbeitet hier als Bibliothekarin im Außendienst. Ihr Job ist es, einzigartige Bücher zu besorgen. Zum Beispiel eine seltene Version der Grimm’schen Märchen, die in einer dem viktorianischen London ähnelnden Welt aufgetaucht ist. Doch was als einfacher Einsatz beginnt, wird schnell ein tödliches Abenteuer, denn Irene ist nicht die Einzige, die hinter dem Buch her ist ...
(Quelle: Inhaltsangabe - Bastei Lübbe)





Die unsichtbare Bibliothek ist erstmals im Jahr 2015 erschienen und der magische Auftakt der Reihe Die Bibliothekare, die mittlerweile acht Bände umfasst. Die Bibliothek ist ein geheimnisumwobener Ort, der zwischen unzähligen Parallelwelten existiert. Das Ziel der Bibliothek ist es, einzigartige und seltene Werke der Literatur dort außerhalb von Zeit und Raum für immer sicher zu bewahren. Irene Winters ist eine Bibliothekarin – ihre Aufgabe ist es, in die verschiedensten Welten zu reisen und bestimmte Bücher zu finden.
Ihre Liebe zu den Büchern wird schon auf den ersten Seiten sichtbar:

„Alles was sie wollte – immer nur gewollt hatte -, das war, ein gutes Buch zu lesen.“ – Seite 24


Als sie nach einer abenteuerlichen Mission in die Bibliothek zurückkehrt, wartet schon ein neuer Auftrag auf sie: Sie soll ein Originalmanuskript der Gebrüder Grimm ausfindig machen. Überraschend zur Seite gestellt wird ihr der Lehrling Kai, für den sie nun als Mentorin verantwortlich ist.
Zusammen reisen sie schließlich in ein viktorianisches London – schnell merken sie, dass in dieser Parallelwelt einiges aus den Fugen geraten ist und diese von Chaos verseucht ist. Das Gleichgewicht von Ordnung und Unordnung ist gefährlich gekippt…
Trotzdem versuchen Irene und Kai, sich einen Überblick über dieses besondere London zu machen und wissen schnell, wo das Buch zu finden ist. Noch ahnen sie nicht, dass sie sich plötzlich inmitten einer gefährlichen Verschwörung befinden, die viel weiter reicht als zunächst gedacht. Ihre Mission wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Zudem taucht überraschend ein weiterer Feind auf, der für sie zu einer tödlichen Gefahr wird…



Schon lange wollte ich diese Reihe lesen, in der Bücher eine Hauptrolle spielen – perfekt für alle Buchliebhaber! Der Auftakt hat mich positiv überrascht: Die geheime Bibliothek zwischen den Welten ist ein faszinierender Ort, über den man nach und nach immer mehr erfährt – man bekommt einen kleinen Einblick in diese mächtige Institution, die vieles umfasst und doch noch viele Geheimnisse hat.

„Die Autorität der Bibliothek pulsierte durch den Raum in einem stetigen Flüstern – wie Seiten, die im Zeitlupentempo umgeschlagen werden -, und als Folge davon entstand Stabilität.“ – Seite 399


Im Buch selbst sind bestimmte Begriffe und Beschreibungen, die mit der Bibliothek zu tun haben, immer Fett gedruckt, was mit sehr gut gefallen hat.

Auch die Hauptfigur Irene Winters lernen wir gut kennen, sowie die Aufgaben, die ein Bibliothekar erfüllen muss und was dieser besondere Beruf mit sich bringt. Auch über ihren Mitarbeiter Kai, der zu Anfang ziemlich geheimnisvoll wirkt, erfahren wir nach und nach mehr.


„Sie war eine Bibliothekarin, und der innigste, grundlegendste Teil ihres Lebens schloss die Liebe zu Büchern ein. Im Moment wollte sie nichts weiter, als den Rest der Welt auszuschließen und nichts zu haben, über das sie sich Gedanken machen musste – ausgenommen, der nächsten Seite des Buches, das sie gerade las, welches auch immer das sein mochte.“ – Seite 357


Die Handlung selbst ist (trotz kleineren Längen) spannend und steckt voller Abenteuer – es wird überraschend magisch und die Geschichte ist mit vielen phantastischen Wesen gespickt: Elfen, Vampire und Drachen sind sorgen für einigen Wirbel, auch Krimielemente sind hier perfekt eingefügt. Interessant ist vor allem, welche Besonderheit das seltene Buch der Brüder Grimm umgibt, hinter dem gleich mehrere Personen her sind.
Die Parallelwelt und all ihre Besonderheiten werden hier bildgewaltig beschrieben – gerne hätte ich aber auch noch mehr über die Bibliothek an sich erfahren. Einiges ist noch rätselhaft. Da es ja noch weitere Bände gibt, werden bestimmt noch einige Fragen beantwortet werden - besonders das Ende macht sehr neugierig auf den zweiten Teil.

Mein Fazit: Ein abenteuerlicher Auftakt zu einer magischen Reihe, in der Bücher die Hauptrolle spielen. Detailreich beschriebene Parallelwelten, magische Wesen, gespickt mit einer Detektivgeschichte und im Mittelpunkt ein seltenes und geheimnisvolles Manuskript – und über all dem steht die geheimnisumwobene Bibliothek zwischen den Welten. Der Auftrag dieser vielschichtigen Reihe hat mir sehr gut gefallen und ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.


Meine Bewertung:




Titel: Die unsichtbare Bibliothek
Autorin: Genevieve Cogman
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 448
Verlag: Bastei Lübbe
Erstveröffentlichung: 10. Dezember 2015


Die Bibliothekare - die Bücher:
Band 1 - Die unsichtbare Bibliothek
Band 2 - Die maskierte Stadt
Band 3 - Die flammende Welt
Band 4 - Das dunkle Archiv
Band 5 - Das tödliche Wort
Band 6 - Die verborgene Geschichte
Band 7 - Das geheime Gewölbe
Band 8 - Das verbotene Kapitel


2 Kommentare:

  1. Die unsichtbare Bibliothek ist ein toller Anfang mit einer interessanten Geschichte und guten + außergewöhnlichen Charakteren. Gebe da auch eine Leseempfehlung.
    Leider wird die Reihe ab dem 3. Teil extrem repetitiv und vorhersagbar, wodurch sie in meinen Augen zur Massenware wird.

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    1. Hallo Holger,

      ich war vom Auftakt auch positiv überrascht, auch von den Haupt- und Nebencharakteren. Ich bin daher sehr gespannt, wie sich die Reihe noch entwickelt und werde berichten.

      Viele Grüße
      Nicole

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