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Eine Reise voller Hoffnung
Alles, was Moth und Raynor noch besitzen, passt in einen Rucksack. Sie haben alles verloren – ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moth seine Gesundheit. Mit einem kleinen Zelt machen sie sich auf, den South West Coast Path, Englands berühmten Küstenweg, zu wandern. Mit einem Mal ist ihr Zuhause immer nur dort, wo sie gerade sind. Sie kämpfen mit Vorurteilen, Ablehnung und der Sorge, dass das Geld für den nächsten Tag nicht mehr reicht. Und zugleich entdecken sie auf ihrer großen Wanderung das Glück: herzliche Begegnungen, ihre neu erstarkte Liebe und die Fähigkeit, Kraft aus der Natur zu schöpfen. Allen Prophezeiungen zum Trotz führt sie der mehrmonatige Trip zurück ins Leben und öffnet die Tür zu einer neuen Zukunft.
(Quelle: Inhaltsangabe - Goldmann Verlag)
In Der Salzpfad schreibt Raynor Winn über eine schwierige Zeit in ihrem Leben, über neue Hoffnungen und ein großes Projekt. Nachdem sie durch eine Fehlinvestition alles verloren haben und ihr Mann Moth zudem noch eine erschreckende Diagnose von seinem Arzt erhält, fassen sie im Jahr 2013 einen Plan: Sie möchten den South West Coast Path wandern – der mit 1014 Kilometern längste Fernwanderweg Großbritanniens. Mit nur wenig Habseligkeiten in Rucksäcken und einem Zelt machen sie sich auf den Weg und erleben einiges – mit Höhen und Tiefen…
Dieses Buch ist eine Mischung aus einem Reisebericht über den Wanderweg, der an Englands Südwestküste entlangführt und Einblicken in das Leben von Raynor und Moth Winn. Die Geschichte der beiden ist sehr interessant und bewegend. Auch, dass sie trotz aller Schicksalsschläge nie die Hoffnung verlieren und sich zudem noch in dieses große und nicht ganz einfache Abenteuer wagen, ist beeindruckend.
„Das ist verrückt.“
Das war es vielleicht, aber wir mussten es tun. Wenn nicht, würden wir uns damit auseinandersetzen müssen, was uns nach diesem Sommer erwartete. Keiner von uns war dafür bereit. – Seite 51
Vorne im Buch ist eine Karte mit den Stationen des South West Coast Path abgebildet, sodass man hier einen Überblick über ihre Reise bekommt. Zudem gibt es noch Bilder der Reise im Mittelteil des Buches.
„Haben wir einen Plan?“
„Natürlich. Wir wandern, bis wir aufhören zu wandern, und vielleicht finden wir unterwegs so etwas wie eine Zukunft.“
„Das ist ein guter Plan.“ – Seite 83
Auch wenn Raynor und Moth zwei starke Persönlichkeiten sind, hat dieses Buch doch einige Längen. Manches wird zu knapp abgehandelt und manchmal hat mir die Tiefe etwas gefehlt. Schön wäre es, wenn es noch strukturierter gewesen wäre und man sich die einzelnen Stationen besser hätte vorstellen können. Dennoch gab es gute Schauplatzbeschreibungen und interessante Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen.
Mein Fazit: Eine gute Mischung aus Reisebericht und persönlicher Lebensgeschichte. Die abenteuerliche Reise von Raynor und Moth ist beeindruckend - man bekommt sowohl einen Einblick in ihre Wanderung auf dem Salzpfad, als auch in ihre persönliche Lebensgeschichte.
Dennoch konnte mich das Buch nicht ganz abholen. Neben vielen lesenswerten Abschnitten gab es immer wieder langatmige Stellen, wo mir die Tiefe gefehlt hat und es manchmal etwas unübersichtlich wurde. Insgesamt ein Buch mit Stärken, aber auch kleinen Schwächen.
Meine Bewertung:
Titel: Der Salzpfad
Autorin: Raynor Winn
Genre: Reisebericht
Seitenanzahl: 416
Verlage: Dumont-Reiseverlag - August 2019
Goldmann (TB) 21. Juni 2021


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