![]() |
| Zum Buch |
Die 15-jährige Sophie ist nicht gerade davon
begeistert, die nächsten Tage mit ihren Eltern in einem alten Hotel zu verbringen
- schon bevor sie es betritt, hat sie kein gutes Gefühl: Mit dem Grandhotel
Rabenfels, dass nach 100 Jahren renoviert und wiedereröffnet wurde, stimmt
etwas nicht. Sophies Befürchtung bewahrheiten sich schließlich. Als sie am
nächsten Morgen aufwacht, sind ihre Eltern verschwunden. Und nicht nur das -
Wände sind plötzlich da, wo keine sein sollten, endlose Gänge führen ins Nichts
und alte Gemälde führen ein Eigenleben. Und dann sind da noch die vielen
Spiegel... Sophie fühlt sich mehr denn je beobachtet. Im dunklen Keller stößt
sie schließlich auf Max und seine Freunde. Schnell wird klar: Es lauert etwas
Böses hinter den Spiegeln. Zusammen mit Max versucht Sophie hinter das
Geheimnis des Hotels zu kommen. Dieses ist alles andere als ungefährlich und
birgt viele Schatten...
"Endlose Korridore. Leere Gänge. Ihre Schritte geschluckt von durchgelaufenen dicken Teppichen voller Löcher. Bei ihrer Ankunft war es hier noch richtig trubelig gewesen, laut und voller Leben. Jetzt kam ihr das Hotel sehr einsam vor. Stiller. Dunkler. Irgendwo knarrte es." -Seite 19
Nachdem mir Der Ruf des Henkers
schon sehr gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf Björn Springorums neuestes
Werk. Und Spiegel des Bösen hat einiges zu bieten: Ein großes altes
Hotel, das abgelegen auf einem hohen Felsplateau liegt, umgeben von Bergen.
Doch das legendäre Grandhotel Rabenfels hat ein dunkles Geheimnis, dass es in
den unzähligen Gängen und Zimmern hütet...
Die Geschichte hat einige Besonderheiten:
Ein toller Schauplatz, der mich (auch wenn es eine völlig andere Geschichte
ist) ein wenig an das Overlook Hotel aus Stephen Kings Shining
erinnert. Das Grandhotel Rabenfels wird vom Autor detailreich beschrieben, man
kann sich die unheimlichen Veränderungen, die im Gebäude vorgehen, sehr gut
vorstellen. Neben einer spannenden Story, die viele Geheimnisse enthält, haben
mir besonders die die vielen tollen Figuren gefallen - Charaktere aus längst
vergangenen Zeiten, Geister, Phantome und Hexen. Alles ist sehr gut aufeinander
abgestimmt und passt perfekt in die Handlung.
Zwischen den aktuellen Geschehnissen gibt
es immer mal wieder Rückblicke in die Vergangenheit, wodurch man nach und nach
erfährt, was damals wirklich passiert ist. Die Atmosphäre ist meist düster und
etwas gruselig, besonders das Geheimnis um die Spiegel ist fesselnd. Der
Schreibstil ist flüssig, wodurch sich die Geschichte sehr gut lesen lässt.
Das Buch ist auch äußerlich ein Hingucker:
Die dunkle Gestaltung mit intensiven Farben passt sehr gut zum phantastischen
Inhalt. Dazu hat jeder Kapitelanfang eine schön gestaltete, schwarze Umrandung.
Insgesamt ein wirklich schönes und hochwertiges Buch.
"Aber hattest du nicht auch schon den Eindruck, dass dieses Hotel von einem auf den anderen Tag anders ist. Älter, leerer, größer? Das mal Abend ist, obwohl gerade erst Morgen war? Dass es Türen gibt, wo vorher keine waren? Gänge, die ins Nichts führen? Und dann noch dieses Gefühl, dass man eigentlich nie allein ist. Dass man beobachtet wird." (Max) -Seite 65
Mein Fazit: Ein schaurig-schöner
und phantastischer Roman, der mit einem unheimlichen Schauplatz und tollen Figuren
überzeugt. Die Story ist spannend und voller Geheimnisse, die erst nach und
nach ans Licht kommen. Dazu gibt es noch eine gute Portion Grusel, Einblicke in
vergangene Zeiten und eine kleine Liebesgeschichte. Mir hat Spiegel des
Bösen wirklich gut gefallen, gerade weil so unheimlich viel auf den 384
Seiten passiert. Es hätte daher gern noch ein paar Seiten länger sein dürfen. Ein
tolles Jugendbuch, dass auch Erwachsene begeistert.
Meine Bewertung:
Titel: Spiegel des Bösen
Autor: Björn Springorum
Genre: Jugendbuch / Phantastik / All Age
Seitenanzahl: 384
Verlag: Thienemann
Erstveröffentlichung: 16. Februar 2017

Hey Nicole!
AntwortenLöschenEine tolle Rezension.
Das Buch habe ich auf der Leipziger Buchmesse mitgenommen und bin schon sehr gespannt drauf.
Liebe Grüße,
Nicci
Hi Nicci,
LöschenDanke! Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Lesen. :)
Liebe Grüße
Nicole
Hallo NIcole,
AntwortenLöschendanke für deine Rezension. Das Buch werde ich gleich auf meine Wunschliste setzen, denn ich liebe solche Bücher, die an einem bestimmten Ort spielen (Hotel, Schiff, Internat, Zug, etc.). Und zu gruselig kann es als Jugendbuch dann ja auch nicht werden, denn Horrorliteratur ertrage ich nur in Maßen. (-:
Viele Grüße, Ramona (#litnetzwerk)
Hallo Ramona,
Löschengenau deshalb ist mir das Buch zuerst aufgefallen: Wegen dem besonderem Schauplatz!
Nein, es ist kein Horrorroman - es hat zwar gruselige und vielleicht leichte Horror-Elemente, aber es ist alles noch im Rahmen. :)
Liebe Grüße
Nicole