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Band 6 der Henkerstochter-Saga
Im Jahr 1670: Um seinem 7-jährigen Sohn
Peter eine gute Schulbildung zu ermöglichen, macht sich der Schongauer Bader
Simon Fronwieser auf den Weg von Schongau nach Oberammergau. Dort soll sein
alter Freund Georg Kaiser, der dortige Schulmeister, Peter unterrichten. In
Oberammergau gibt es unterdessen einen mysteriösen Todesfall: Bei den Proben
zum berühmten Passionsspiel wird der Christus-Darsteller tot aufgefunden -
gekreuzigt. Die Stimmung unter den Dorfbewohnern ist angespannt - jeder
verdächtigt jeden, es kommt zu Reibereien. Da es im Dort gerade keinen Bader
gibt, wird Simon gebeten, sich die Leiche anzuschauen und merkt schnell, dass
es kein Selbstmord war. Zudem geht Seltsames in der Umgebung vor. Zusammen mit
seinem Schwiegervater, dem Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl fängt er an zu
ermitteln...
Auch in Schongau hat Simons Frau, die
Henkerstochter Magdalena alle Hände voll zu tun. Oben in der Stadt scheint
einiges nicht mit rechten Dingen zuzugehen...
"Fest packte sie ihren Neffen an der Hand, dann rannte sie mit wehendem Rock durch die schlammigen Gassen hinunter ins Gerberviertel. Doch sie ahnte sehr wohl, dass sie einen schweren Fehler begangen hatte." -Seite 87, eBook
Nachdem mir bereits die ersten fünf Bände
der Henkerstochter-Saga sehr gut gefallen hatten, war ich nun gespannt auf den
sechsten Band. Auch hier gibt es wieder mysteriöse Mordfälle - diesmal im
Nachbarort Oberammergau. Dort soll das berühmte Passionsspiel zu Pfingsten
aufgeführt werden, doch die Proben werden von einem Todesfall überschattet.
Schnell merken Simon und sein Schwiegervater Jakob Kuisl, das es im Ort düstere
Geheimnisse gibt.
Der Roman lässt sich von Anfang an gut
lesen, man ist sofort mittendrin in der Geschichte. Die Schauplätze und die
Vorkommnisse werden sehr detailreich dargestellt, besonders die unheimliche
Atmosphäre in Oberammergau und um den nahegelegenen Kofel - ein Berg der
bedrohlich über dem Dorf aufragt- werden
unheimlich gut beschrieben. Aber auch die Hauptcharaktere sind wieder in ihrem
Element: Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl, der schon so manchen
Mordfall aufgeklärt hat und zu den Guten gehört; seine Tochter Magdalena, die
den Spürsinn ihres Vaters geerbt hat und natürlich Simon Fronwieser, Magdalenas
Mann, der dem Henker bei seinen Ermittlungen zur Seite steht.
Auch wenn man die vorigen Bände noch nicht
gelesen hat, kann man mittendrin einsteigen - die aktuellen Fälle sind in sich
abgeschlossen und die Figuren und deren Hintergründe werden ausführlich
erklärt. Jedoch kann ich auch die Vorgänger sehr empfehlen. Sehr gut gefallen haben mir auch die beiden
Karten vorn im Buch/eBook, wo zum einen ein Stadtplan von Oberammergau
abgebildet ist und zum anderen eine Landkarte vom Ammertal. So kann man die Wege
der Figuren sehr gut verfolgen.
Das Cover fügt sich farblich gut in die Reihe der
Vorgänger ein und ist dieses Mal in Blau gehalten. Jedoch bin ich der Meinung,
dass es vielleicht noch etwas moderner gestaltet werden könnte, auch wenn es
ein historischer Roman ist. Doch auch wenn mir persönlich das Cover nur
teilweise gefällt, (die Figuren sind nicht so meins) tut das der spannenden Geschichte keinen Abbruch. Neben
einem informativen Nachwort gibt es von Oliver
Pötzsch auch noch einen kleinen Wanderführer durch die Ammergauer Alpen, für
alle, die auf den Spuren dieses Romans wandeln möchten. Sehr interessant!
"Er nickte seinem Freund zu, dann eilte er durch die schattigen Gassen zurück zum Baderhaus. Als Simon ein letztes Mal zum Friedhof hinübersah, glaubte er erneut, ein Detail zu sehen, das ihn irritierte. Aber solange er auch grübelte, er kam nicht darauf, was es war." -Seite 163, eBook
Mein Fazit: Auch der sechste Band um den
Scharfrichter Jakob Kuisl ist packend und voller mysteriöser Geheimnisse, die
nach und nach aufgelöst werden. Ein sehr gelungener historischer Krimi mit
unheimlicher Atmosphäre und einer überraschenden Auflösung. Einen halben Stern
ziehe ich ab, da es im ersten Drittel ein paar Längen gab, dieses sich aber zum
Glück in der letzten Hälfte komplett auflöst und die Spannung zurück kehrt Ich kann diesen Roman jedem empfehlen, der historische
Romane in Kombination mit spannendem Krimi mag. 4,5 Sterne von mir!
Meine Bewertung:
Titel: Die Henkerstochter und das Spiel des Todes - Band 6
Autor: Oliver Pötzsch
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 624
Verlag: Ullstein
Die Bücher der Henkerstochter-Saga
Band 1 - Die Henkerstochter - Lovelybooks
Band 2 - Die Henkerstochter und der schwarze Mönch - Lovelybooks
Band 3 - Die Henkerstochter und der König der Bettler - Lovelybooks
Band 4 - Der Hexer und die Henkerstochter - Lovelybooks
Band 5 - Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg
Band 6 - Die Henkerstochter und das Spiel des Todes
Band 7 - Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf ~ erscheint am 14.07.2017

Hi Nicole!
AntwortenLöschenIch bin ja auch ein großer Fan der Henkerstochter Reihe und ich freu mich, dass ich es hier bei dir sehe! Irgendwie scheinen historische Krimis so wenig Leute zu lesen - oder so wenige Blogger? ^^
Ich lese gerade den 7. (ja, den hab ich schon vorab bekommen) und ich find alles wieder so toll - die Mischung ist halt immer sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Es geht immer weiter in der Familie Kuisl und die Morde sind auch wieder sehr spannend! Freu dich drauf :D
Liebste Grüße, Aleshanee
Hi Aleshanee,
Löschendas ist ja schön, das du die Reihe auch so toll findest! :)
Ich habe den 7. Band dank Netgalley auch schon auf dem Reader und werde wohl am Wochenende starten. Ich hoffe, dass es noch viele weiter Bände geben wird. :)
Viel Spaß beim Lesen!
Liebe Grüße
Nicole