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Band 7 der Henkerstochter-Saga
Im Jahr 1672: Zusammen mit seiner Familie
reist der Schongauer Henker Jakob Kuisl nach München. Dort findet das
Scharfrichtertreffen statt, zu dem Kuisl erstmals eingeladen wurde - eine große
Ehre für ihn. Zudem hofft er, unter den Kollegen einen Ehemann für seine
jüngere Tochter Barbara zu finden. Noch ahnt Jakob nicht, dass diese in einer
misslichen Lage steckt.
Doch kaum in München angekommen, erfährt
die Familie, dass es rätselhafte Morde an jungen Frauen gibt - alle wurden auf
eine Art getötet, die sonst nur ein Scharfrichter anwendet - so fällt schon
bald der Verdacht auf den Rat der Zwölf. Doch war es wirklich ein Kollege?
Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und deren Mann Simon fängt Jakob an zu
ermitteln - und stößt schon bald auf noch mehr mysteriöse Hinweise...
"Die Straße auf der anderen Seite war leer. Irgendwo in einer Seitengasse ertönten Schritte, doch auch diese verstummten bald. Nur der Wind heulte noch, hoch und laut. Kuisl kam es vor, als verspottete er ihn." - Seite198, eBook
Auch im 7. Band um den Schongauer Henker
Jakob Kuisl und seiner Tochter Magdalena gibt es wieder eine mysteriöse
Mordserie. Schon der unheimliche Prolog, der knapp 23 Jahre zuvor spielt lässt Schreckliches
erahnen. Diesmal spielt die Handlung in der Landeshauptstadt München, wo die
ganze Familie zu einem Scharfrichtertreffen eingeladen ist. Eine große Ehre für
Jakob Kuisl, der nun erstmals in den Rat der Zwölf gewählt würde - das oberste Gremium der bayrischen Scharfrichterzunft.
Doch das Treffen findet nicht innerhalb der Stadttore satt, sonder in der Au -
einem finsteren Vorort nahe der Isar. Schon bald wird dort erste Leiche
gefunden...
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr
flüssig, das Buch lässt sich angenehm lesen. Es gibt viele detaillierte
Beschreibungen der einzelnen Schauplätze und Geschehnisse, aber auch die
Hauptfiguren werden sehr gut wieder gegeben. Ob es Jakob Kuisl, seine Töchter
Barbara und Magdalena oder auch deren Mann Simon Fronwieser ist - jeder hat mit
eigenen Sorgen und Nöten zu kämpfen, die in diesem Band gut beschrieben werden.
Denn neben den Ermittlungen in den Mordfällen ist gerade das auch sehr spannend
zu verfolgen. Zudem spielen hier nun auch die beiden Söhne von Magdalena und
Simon erstmals eine etwas größere Rolle. Und so kommt schließlich nach und nach
jedes Puzzleteil an seinen Platz - natürlich ganz anders als erwartet...
Auch wenn es mittlerweile der 7. Band ist,
so kann man trotzdem auch ohne Vorkenntnisse mittendrin einsteigen. Der Fall
ist in sich abgeschlossen und es gibt genügend Informationen über die
Charaktere und deren Hintergründe, so ist alles sehr gut nachvollziehbar.
Dennoch kann ich jedem auch die Vorgänger wärmstens empfehlen!
Neben einem interessanten und sehr
informativen Nachwort gibt es von Oliver Pötzsch noch im Anhang einen kleinen
Münchener Stadtführer, der sich auf die Schauplätze der Romanhandlung bezieht.
"Kuisl runzelte die Stirn und dachte nach. Etwas arbeitete schon länger in ihm. Er war sich sicher, dass es da einen wichtigen Mosaikstein gab, den er bislang übersehen hatte. Doch auch jetzt entglitt ihm der Gedanke, sobald er danach greifen wollte." - Seite 228, eBook
Mein Fazit: Wieder ein gelungener
historischer Krimi aus der Feder von Oliver Pötzsch. Es gibt ein Wiedersehen
mit vielen bekannten Charakteren, die sich mit jedem Band weiter entwickeln.
Die Mordserie gibt viele Rätsel auf, bei der man als Leser wieder fleißig mit
raten kann - natürlich kommt vieles anders als gedacht. Besonders zum Ende hin
gibt es noch einige Überraschungen. Der siebte Band hat mir sogar noch etwas
besser als der Vorgänger gefallen. Sehr spannend und wirklich lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf - (Band 7)
Autor: Oliver Pötzsch
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 688
Verlag: Ullstein
Erstveröffentlichung: Juli 2017
Die Bücher der Henkerstochter-Saga
Band 1 - Die Henkerstochter - Lovelybooks
Band 2 - Die Henkerstochter und der schwarze Mönch - Lovelybooks
Band 3 - Die Henkerstochter und der König der Bettler - Lovelybooks
Band 4 - Der Hexer und die Henkerstochter - Lovelybooks
Band 5 - Die Henkerstochter und der Teufel von Bamberg
Band 6 - Die Henkerstochter und das Spiel des Todes
Band 7 - Die Henkerstochter und der Rat der ZwölfBand 8 - Die Henkerstochter und der Fluch der Pest
Vielen Dank an die Ullstein Buchverlage und Netgalley für das Rezensionsexemplar! :)

Hallo Nicole!
AntwortenLöschenIch hab das Buch ja auch schon gelesen und ich bin ebenso ein großer Fan der Reihe! Ich fand ihn genauso großartig wie den sechsten Teil, nur schade, dass der alte Kuisl jetzt mittlerweile tatsächlich schon ganz schön alt ist!
Obwohl es natürlich auch toll ist, so viel von den einzelnen Familienmitgliedern zu erfahren, würde mir "der Alte" doch fehlen! Ich hoffe, dass da noch einige Bände kommen ♥
Liebste Grüße, Aleshanee
Hallo Aleshanee!
Löschenschön, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! Gerade bei diesem Band fand ich es toll, dass sich die Charaktere so schön weiterentwickelt haben.
Ich hoffe auch, dass es noch einige Bände geben wird und hoffentlich auch mit Jakob Kuisl. :)
Liebe Grüße
Nicole