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Band 1 der Reihe um Commissaire Le Floch
Paris, im Jahr 1761: Über ein Jahr ist es her, als der junge
Nicolas Le Floch auf Empfehlung seines Patenonkels nach Paris gereist ist, um
für den Polizeipräfekt de Sartine zu arbeiten. Dieser teilt ihn schnell dem
Polizeibeamten Lardin zu, der überwiegend mit geheimen Missionen betraut ist.
Als Lardin eines Tages spurlos verschwindet, beauftragt der Polizeipräfekt Nicolas
mit der Suche – denn Lardin steckte mitten in einem heiklen Fall. So begibt
sich Nicolas Le Floch gemeinsam mit einem Kollegen auf Spurensuche. Diese führt
ihn schließlich in die dunkelsten Ecken von Paris. Noch ahnt er nicht, dass
sein Fall bald ungeahnte Ausmaße annehmen wird. Plötzlich geschehen Morde und auch
Nicolas schwebt in Gefahr…
„Ihr wurde nicht bewusst, was sie da sah, denn nicht nur ihr Körper, auch ihre Vorstellungskraft wurde von einer namenlosen Angst gepeinigt.“ – Seite 17, eBook
Da ich gerne historische Krimis lese, war ich dementsprechend
neugierig auf den ersten Fall von Commissaire Nicolas Le Floch, der mit einem
Auftrag betraut wird, der ungeahnte Außmaße annimmt. Die Handlung spielt mitten
im 18. Jahrhundert in Paris – besonders die vielen Schauplätze inner- und außerhalb
der Stadt werden sehr gut beschrieben. Auch die etwas düstere Atmosphäre ist
sehr gut gelungen – gerade der Prolog ist unheimlich und macht neugierig auf den
weiteren Verlauf.
Auch wenn es viel positives (wie oben erwähnt) über die
Handlung zu berichten gibt, so gab es auch ein paar Dinge, die mir nicht so
gefallen haben. Leider bleibt die Hauptfigur, der junge Mann Nicolas Le Floch
etwas blass – ich wurde manchmal nicht so richtig schlau aus ihm und seine
Handlungen und hätte gern noch mehr Details über ihn erfahren. Der
Handlungsverlauf bietet zwar viele spannende Abschnitte und auch die
Verknüpfungen sind sehr gut gewählt – jedoch geht der Spannungsbogen immer
wieder verloren durch zu lange, nebensächliche Ausführungen. Das Finale
hingegen hat mir wieder sehr gut gefallen und beantwortet einige offene Fragen.
Auch wenn mein persönlicher Eindruck eher zweigeteilt ist, kann ich sagen, dass
es hochwertiger Krimi ist, der das historische Flair sehr gut rüberbringt.
„Nicolas beobachtete interessiert die Wendung, die der Streit nahm. Zwei Feuersteine, die aneinandergeschlagen werden, erzeugen einen Funken. Lassen wir die Männer ruhig streiten, sagte er sich, vielleicht kommt ja die Wahrheit ans Tageslicht.“ – Seite 76, eBook
Mein Fazit: Ein guter historischer Krimi, der seine Stärken
und Schwächen hat. Wie schon oben erwähnt, ist meine persönliche Meinung
zweigeteilt. Die düstere Atmosphäre ist gelungen und die vielen spannenden
Schauplätze in Paris sind detailreich beschrieben. Die Hauptfigur hingegen war etwas
undurchsichtig und auch der Spannungsbogen flacht zwischendurch immer wieder
etwas ab.
Dennoch würde ich diesen Auftakt als ganz gut bezeichnen und
auch weiterempfehlen, da einfach der historische Flair unheimlich gut
rüberkommt und es wirklich interessante Verstrickungen gibt. Ich vergebe
hierfür drei Sterne.
Meine Bewertung:
Titel: Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
Autor: Jean-Francois Parot
Genre: Historischer Kimi
Seitenanzahl: 480
Verlag: Blessing
Erstveröffentlichung: 25. September 2017
Die Bücher der Reihe um Nicolas Le Floch:
Band 1 - Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel
Band 2 - Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten
Band 3 - Commissaire Le Floch und das Phantom der Rue Royale
Band 4 - Commissaire Le Floch und Gift der Liebe
Band 5 - Commissaire Le Floch und die silberne Hand

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