Donnerstag, 14. Dezember 2017

Rezension zu "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" von John Green

Zum Buch


Wenn das Leben eigene Pläne hat…

Hazel Grace Lancaster ist 16 Jahre alt und hat Krebs. Doch sie kämpft tapfer und möchte auf keinen Fall bemitleidet werden. Daher ist sie auch alles andere als einverstanden, als sie eine Selbsthilfegruppe besuchen soll. Wiederwillig nimmt sie teil und lernt dort den 17-jährigen Augustus „Gus“ Waters kennen, der so ganz anders ist als alle anderen Jungs. Gegen ihren Willen ist Hazel fasziniert von ihm – umgekehrt ist es nicht anders. Die beiden diskutieren über Bücher, schauen Filme und verlieben sich schließlich ineinander.  Dann macht Gus Hazels großen Traum wahr: Sie darf ihren Lieblingsautor treffen, damit er ihre Fragen zu seinem ersten und einzigen Buch beantworten kann. Die beiden machen sich trotz ihrer Handicaps auf zu einer aufgegenden Reise nach Amsterdam, die alles verändert…


„Ich mochte Augustus Waters. Ich mochte ihn richtig, richtig gerne. Ich mochte die Art, wie er seine Geschichte immer bei jemand anderen enden ließ. “ – Seite 27, eBook

„Ich dachte über das Wort 'ertragen' nach und an all die unerträglichen Dinge, die trotzdem getragen werden müssen.“ – Seite 46, eBook


Bevor ich mich an John Greens neuestes Buch Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken wage, wollte ich unbedingt noch diesen Roman von ihm lesen. Das Schicksal ist ein mieser Verräter hat meine Erwartungen schließlich noch übertroffen: Es ist ein schönes, sehr berührendes Jugendbuch über zwei junge Menschen, die tapfer mit ihrer Krankheit umgehen – neben oft nicht ganz einfachen Situationen  gibt es aber auch immer wieder kleine glückliche Augenblicke. Hazel und Gus wachsen dem Leser sofort ans Herz.
John Green findet hier den richtigen Ton, um die Schicksale der beiden zu beschreiben – Hazel hat Lungenkrebs und auch Gus‘ Krebskrankheit hat Spuren hinterlassen. Es ist traurig und zugleich tapfer – eine Liebesgeschichte der besonderen Art mit tollen Momenten und einer großen Reise. Wie es schließlich ausgeht ist lange Zeit unvorhersehbar.
Die Geschichte ist aus Hazel Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben – mal locker, mal einfühlsam und  sehr gut verständlich.


„Eine Weile starrten wir das Haus an. Das Unheimliche an Häusern ist, dass sie fast immer so wirken, als ob nichts in ihnen passiert, dabei findet ein Großteil unseres Lebens darin statt.“ – Seite 96, eBook


Mein Fazit: Dieses ist mein erstes Buch von John Green gewesen – und es wird nicht das Letzte sein. Die Geschichte ist unheimlich berührend und oft sehr traurig, wird aber zwischendurch aufgelockert durch kleine humorvolle Momente. Es geht hier um Liebe, Krankheit und den Tod - der Autor geht sensibel mit dem Thema um und das macht das Buch so besonders und lesenswert. Die Charaktere sind sehr sympathisch und gut ausgearbeitet. Ein wirklich lesenswertes Buch – nicht nur für Jugendliche. 


Meine Bewertung: 




Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Autor: John Green
Genre: Jugendbuch / All Age / Drama
Seitenanzahl: 336
Verlage: Hanser / dtv


4 Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    deine tolle Rezension erinnert mich daran, dass ich das Buch endlich mal vom SUB befreien sollte. Aber es ist doch so traurig! HAch,.

    LG
    Anja

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    1. Hallo Anja,

      ja es ist sooo traurig, aber auch sooo lesenswert! :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Hallo Nicole :)

    Bei diesem Buch war ich damals überzeugt sicherlich keine Trönen zu vergießen, da ich von anderen Rezensionen bereits ungefähr wusste was mich erwarten würde - und wenn ich vorgewarnt bin kann mich so leicht nichts erschüttern. Normalerweise.

    Aber dann ahbe ich dennoch Rotz und Wasser an der Stelle geheult, da sie ihm die Packung Zigaretten in den Sarg legt.

    Einfach ein wunderschönes Buch!

    Schönes Lesewochenende und weitere Highlights :)

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    1. Hallo Misty,

      ja es zugleich ein wunderschönes, aber auch ein sehr trauriges Buch. Auf jedenfall ist es sehr lesenswert! :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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