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Die albtraumhafte Suche nach der Wahrheit
Für Till Berkhoff begann vor einem Jahr ein Albtraum: Sein
kleiner Sohn Max wurde entführt und ist seitdem spurlos verschwunden. Bisher
verlief die Suche ergebnislos – doch nun wurde der Täter gefasst. Er hat zwar
ein Geständnis über andere schreckliche Mordfälle abgelegt, doch über Max
schweigt er beharrlich. Derzeit sitzt der Psychopath im Hochsicherheitstrakt
der Psychiatrie und Till sieht nur eine Möglichkeit, um Max’ Verbleib
herauszufinden: Er muss selbst zum Insassen der Steinklinik für Forensische Psychiatrie
werden. Doch was er dort persönlich erlebt, übersteigt seine Vorstellungskraft…
„Till hörte ein trockenes Knacken, gefolgt von einer kurzen Pause, die sofort von der reinen, ungefilterten Stimme des Schmerzes gefüllt wurde. Geboren im tiefsten Inneren seiner selbst.“ – Seite 133
Mit Der Insasse hat Sebastian Fitzek wieder einen
Psychothriller hingelegt, wie er unheimlicher nicht sein kann: Mit zum Teil
angsteinflößenden Charakteren, einem besonderen Schauplatz und einer erschreckenden
Story, die furchtbarer nicht sein kann: Der kleine Max Berghoff wird vor seiner
Haustür von einem Psychopath entführt – dieser wird ein Jahr später schließlich
aufgrund von anderen Fällen gefasst, doch Max bleibt verschwunden. Der Täter
schweigt. Um mit dem abgeschirmten Mann, der zurzeit gut gesichert in der
Psychiatrie sitzt, in Kontakt zu kommen, lässt sich Max‘ Vater unter anderer
Identität dort einweisen – und ahnt nicht, dass er bald in Lebensgefahr
schwebt…
Die Handlung beginnt mittendrin – schon das erste Kapitel
ist voller Schrecken und Grauen. Wie bei vielen Thrillern des Autors kann man
diesen während des Lesens nur noch schwer aus der Hand legen. Schuld daran ist
der rasante Verlauf und die geschickten Cliffhanger, die oft am Ende der
einzelnen Kapitel auftauchen. Die Story selber verbirgt noch viel mehr, als die
Inhaltsangabe preisgibt – es gibt interessante Verstrickungen, einige Überraschungen und Wendungen, mit denen
man nie gerechnet hätte. Oftmals wird es auch bizarr und schockierend, an
einigen Stellen auch fast unerträglich - es ist keine leichte Lektüre. Doch besonders
das letzte Drittel ist unheimlich packend – man möchte unbedingt wissen, ob
Till sein Ziel erreicht. Es bleibt spannend!
Was auch unheimlich gelungen ist: Die ganze Gestaltung des
Buches. Die erste Auflage ist eine limitierte Edition, die nicht nur einen
roten Buchschnitt hat, sondern auch spezielle Buchdeckel, die eine weiche Oberfläche haben und sich leicht gepolstert anfühlen. Sehr gut
gemacht!
„Till schluckte schwer und fragte sich, wie das Böse so harmlos aussehen konnte.“ - Seite 221
Mein Fazit: Wieder ein Psychothriller aus Fitzeks Feder, wie
er unheimlicher nicht sein kann. Die Handlung ist rasant, oft schockierend und erschreckend.
Dennoch fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - die gelungenen
Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel tragen dazu bei. Die Geschichte nimmt
oft ungeahnte Wendungen, mit denen man niemals gerechnet hat – es dreht sich vieles
überraschend um und wird dadurch völlig unvorhersehbar. Ein gelungener
Psychothriller, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde.
Meine Bewertung:

Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Seitenanzahl: 384
Verlag: Droemer Knaur
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Irve liest

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