Freitag, 2. November 2018

Rezension zu "Der Insasse" von Sebastian Fitzek

Zum Buch


Die albtraumhafte Suche nach der Wahrheit

Für Till Berkhoff begann vor einem Jahr ein Albtraum: Sein kleiner Sohn Max wurde entführt und ist seitdem spurlos verschwunden. Bisher verlief die Suche ergebnislos – doch nun wurde der Täter gefasst. Er hat zwar ein Geständnis über andere schreckliche Mordfälle abgelegt, doch über Max schweigt er beharrlich. Derzeit sitzt der Psychopath im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und Till sieht nur eine Möglichkeit, um Max’ Verbleib herauszufinden: Er muss selbst zum Insassen der Steinklinik für Forensische Psychiatrie werden. Doch was er dort persönlich erlebt, übersteigt seine Vorstellungskraft…




„Till hörte ein trockenes Knacken, gefolgt von einer kurzen Pause, die sofort von der reinen, ungefilterten Stimme des Schmerzes gefüllt wurde. Geboren im tiefsten Inneren seiner selbst.“ – Seite 133


Mit Der Insasse hat Sebastian Fitzek wieder einen Psychothriller hingelegt, wie er unheimlicher nicht sein kann: Mit zum Teil angsteinflößenden Charakteren, einem besonderen Schauplatz und einer erschreckenden Story, die furchtbarer nicht sein kann: Der kleine Max Berghoff wird vor seiner Haustür von einem Psychopath entführt – dieser wird ein Jahr später schließlich aufgrund von anderen Fällen gefasst, doch Max bleibt verschwunden. Der Täter schweigt. Um mit dem abgeschirmten Mann, der zurzeit gut gesichert in der Psychiatrie sitzt, in Kontakt zu kommen, lässt sich Max‘ Vater unter anderer Identität dort einweisen – und ahnt nicht, dass er bald in Lebensgefahr schwebt…
Die Handlung beginnt mittendrin – schon das erste Kapitel ist voller Schrecken und Grauen. Wie bei vielen Thrillern des Autors kann man diesen während des Lesens nur noch schwer aus der Hand legen. Schuld daran ist der rasante Verlauf und die geschickten Cliffhanger, die oft am Ende der einzelnen Kapitel auftauchen. Die Story selber verbirgt noch viel mehr, als die Inhaltsangabe preisgibt – es gibt interessante Verstrickungen,  einige Überraschungen und Wendungen, mit denen man nie gerechnet hätte. Oftmals wird es auch bizarr und schockierend, an einigen Stellen auch fast unerträglich - es ist keine leichte Lektüre. Doch besonders das letzte Drittel ist unheimlich packend – man möchte unbedingt wissen, ob Till sein Ziel erreicht. Es bleibt spannend!
Was auch unheimlich gelungen ist: Die ganze Gestaltung des Buches. Die erste Auflage ist eine limitierte Edition, die nicht nur einen roten Buchschnitt hat, sondern auch spezielle Buchdeckel, die  eine weiche Oberfläche haben und  sich leicht gepolstert anfühlen. Sehr gut gemacht!


„Till schluckte schwer und fragte sich, wie das Böse so harmlos aussehen konnte.“  - Seite 221


Mein Fazit: Wieder ein Psychothriller aus Fitzeks Feder, wie er unheimlicher nicht sein kann. Die Handlung ist rasant, oft schockierend und erschreckend. Dennoch fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - die gelungenen Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel tragen dazu bei. Die Geschichte nimmt oft ungeahnte Wendungen, mit denen man niemals gerechnet hat – es dreht sich vieles überraschend um und wird dadurch völlig unvorhersehbar. Ein gelungener Psychothriller, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde.


Meine Bewertung: 




 



Titel: Der Insasse
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Seitenanzahl: 384
Verlag: Droemer Knaur


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Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar! :)

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