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Die außergewöhnliche Geschichte eines besonderen Jungen…
Anfang der 1950er Jahre: Der zwölfjährige Juri Zipit lebt
zusammen mit seinem Vater in einer Personalwohnung des Hauptstadtzoos. Dort arbeitet
Roman Zipit, Juris Vater, als Professor der Veterinärmedizin. Juri ist ein
aufgeweckter Junge mit einem freundlichen Gesicht, doch es geht ihm nicht immer
so gut, wie es scheint. Denn mit sechs Jahren hatte er einen schweren Unfall,
der Spuren im Gehirn hinterlassen hat. Doch Juri ist ein außergewöhnlicher
Junge, der sich tapfer durchs Leben schlägt. Und so kommt es, das einige Wochen
in Stalins Datscha verbringt und dort dessen Vertrauter und Vorkoster erster
Klasse wird. Dort wird er Zeuge von dubiosen Ereignissen und düsteren Geschehnissen…
Dieses Buch fällt im ersten Moment durch seinen
außergewöhnlichen Titel auf: Guten Morgen, Genosse Elefant hält auch eine
besondere Geschichte bereit: Hauptfigur ist der zwölfjährige Juri, der hier
seine Geschichte erzählt, die unglaublicher nicht sein kann. Durch einen Zufall
wird er für einige Wochen der Vorkoster von Stalin und verbringt fortan viel
Zeit in dessen Datscha. Dort wird er –manchmal unfreiwillig- Zeuge von
Entscheidungen, die er nicht wissen sollte. Dieses bringt ihn schließlich in
Gefahr. Die Geschichte hat viele Facetten: Sie ist zugleich traurig, komisch, herzzerreißend, interessant und manchmal auch
erschreckend. Juri, dessen Gehirn vor einigen Jahren bei einem Unfall
geschädigt wurde, kann den Geschehnissen nicht immer sofort folgen und bildet
sich manchmal seine ganz eigene Meinung zu bestimmten Vorgängen. Dennoch ist er
ein schlauer Junge, was er immer wieder unter Beweis stellt. Die Geschichte ist
in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Juri geschrieben, daher bekommt man
einen sehr detaillierten Einblick in seine Gedanken.
Auch wenn sich das Buch flüssig lesen lässt, ist der Inhalt
manchmal schon erschreckend – es ist kein Wohlfühlbuch, manchmal habe ich mich
mit bestimmten Abschnitten etwas schwer getan. Doch die Hauptfigur wächst einem mit
seiner sympathischen Art sofort ans Herz.
Jedoch hat mir eine entscheidende Sache gefehlt: Denn auch
wenn Juri hier über seine Erlebnisse in der politischen Welt berichtet, geht
der Junge selbst etwas unter. Gerne hätte ich noch mehr über sein Leben davor
und danach erfahren.
Das Cover ist sehr gut gewählt – es enthält alle Details,
die auch im Laufe der Handlung zu finden sind.
„Dinge stecken verborgen in anderen Dingen wie Puppen in Puppen. Es geht um Mord, Medizin und Theater, ums Kochen und Jonglieren, um Ränkespiel und Rollenspiel, um Elefanten und das Schicksal, all dies in einem Krimi, einer Gangsterstory, umwickelt mit mehreren Lagen Lügen, in eine Pappschachtel gestopft und weggesperrt in den Schrank unter der Treppe.“ (Juri) – Seite 21
Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch über einen
sympathischen Jungen, der einiges erlebt hat. Die Handlung hat viele Facetten:
Manchmal sehr erschreckend und traurig, dann wieder berührend und herzzerreißend.
Die Geschichte von Juri lässt sich zwar spannend und interessant verfolgen, ist
jedoch nicht immer einfach. Ich muss zugeben, dass ich mich mit manchen
Abschnitten etwas schwer getan habe und auch gerne mehr über die Hauptfigur
erfahren hätte. Daher vergebe ich 3,5 Sterne. Dennoch ist Guten Morgen, Genosse Elefant
ein lesenswertes Buch.
Meine Bewertung:
Titel: Guten Morgen, Genosse Elefant
Autor: Christopher Wilson
Genre: Roman
Seitenanzahl: 272
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar! :)


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