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Rückkehr nach Castle Rock
Scott Carey führt ein ruhiges Leben in dem kleinen Städtchen
Castle Rock. Doch eines Tages bemerkt er Seltsames: Er nimmt rasend schnell ab
– jedoch ändert sich sein eher korpulentes Äußeres nicht. Und es wird noch
unheimlicher: Egal ob er mit oder ohne Bekleidung auf die Waage steigt – sie
zeigt immer exakt das gleiche an. Sogar mit schweren Hanteln. Scott ist
zunehmend ratlos und hat Angst, dass er, wenn er sich medizinisch untersuchen
lässt, zu einem Versuchskaninchen wird. So wendet er sich schließlich an seinen
guten Freund und pensionierten Arzt Bob Ellis. Der hat jedoch auch keinen
hilfreichen Rat.
Zudem gerät Scott eher unfreiwillig in einen städtischen
Kleinkrieg – seine beiden Nachbarinnen werden von den Einwohnern gemieden – diese
mögen keine Frauen, die lesbisch und zudem noch verheiratet sind. Nach und nach
erfährt Scott, was Vorurteile anrichten und stellt sich auf die Seite der
beiden Frauen.
Weitere interessante Geschehnisse, Scotts mysteriöser
Gewichtsverlust und der alljährliche Stadtlauf in Castle Rock fördern
schließlich etwas zutage, was schon längst als verloren galt…
„Wie viele Leute mit einem zum Tode führenden Zustand konnten von sich behaupten, sich völlig gesund zu fühlen? Manchmal musste er an einen Spruch denken, den Nora von ihren AA-Meetings nach Hause gebracht hatte: Die Vergangenheit ist Geschichte, die Zukunft ein Geheimnis. Das schien ganz gut zu seiner jetzigen Situation zu passen.“ – Seite 50, eBook
Nach der Novelle Gwendys Wunschkasten kehrt Stephen King
mit einer weiteren Kurzgeschichte in das Städtchen Castle Rock zurück, in dem
schon u.a. die Romane Needful Things und Cujo gespielt haben. In Erhebung
lernen wir zunächst die Hauptfigur Scott Carey kennen, der mit einem
mysteriösen Leiden kämpft: Er nimmt rasend schnell ab, ohne das man es ihm
ansieht – und egal ob er sich mit oder ohne Bekleidung auf die Waage stellt,
sie zeigt exakt das gleiche Gewicht an. Was steckt dahinter? Doch dieses ist
nicht das Einzige, was in dieser Geschichte eine Rolle spielt.
Obwohl nur 144 Seiten lang, hat die Handlung einiges zu
bieten – starke Charaktere, detaillierte Schauplatzbeschreibungen und ein
mysteriöses Phänomen, das unaufhaltsam weiterschreitet. Der Schreibstil ist
angenehm – man befindet sich sofort mitten in der Geschichte, die sich interessant
entwickelt. Es ist kein typischer King-Horror, sonder eher ein ruhiges Buch mit
guter Mystery.
„Das Lächeln kam zum Vorschein, so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang im Osten. Es war ihre Rüstung. Vielleicht verbarg sich dahinter eine Frau, die ebenso verletzt wie zornig war, aber beschlossen hatte, dass niemand auf der Welt das zu sehen bekam.“ – Seite 57, eBook
Mein Fazit: Ein gelungenes Buch, das auf nur wenigen Seiten
den Leser in seinen Bann zieht. Es geht zurück in die Stadt Castle Rock, in dem
neben einem unheimlichen Phänomen auch interessante und starke Charaktere
auftauchen. Die Novelle ist nur 144 Seiten lang, aber sie ist toll
ausgearbeitet mit gelungener Mystery und einem überraschenden Ende. Sehr
lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Erhebung
Autor: Stephen King
Genre: Mystery / Kurzgeschichte
Seitenanzahl: 144
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 12. November 2018
Vielen Dank an das Bloggerportal
und Heyne für das Rezensionsexemplar!

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