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Band 2 der Sam Wyndham-Reihe
Kalkutta, 1920: Ein Jahr nach seiner Ankunft in
Britisch-Indien wird der ehemalige Scotland-Yard-Ermittler Sam Wyndham mit
einer heiklen Mission betraut. Der Thronfolger von Sambalpur wurde ermordet.
Die Kolonialregierung hat ein hohes Interesse an der Ergreifung des Täters,
verfügt in dem unabhängigen Fürstenstaat jedoch über keinerlei polizeiliche
Befugnisse. Sam und sein indischer Sergeant Surrender-not Banerjee reisen als
verdeckte Ermittler ins Reich des Maharadschas, das für seinen unsagbaren
Reichtum, die prunkvollen Tempel, und die jährliche Großwildjagd bekannt ist
...
(Quelle: Klappentext)
„Der erste Schuss durschlug die Windschutzscheibe, die mit berstendem Knall zersplitterte. Ich nahm aus dem Augenwinkel wahr, wie Surrender-not verzweifelt nach dem Prinzen griff, um ihn nach unten zu ziehen. Doch alles zu spät. Beim Krachen der nächsten beiden Schüsse wusste ich, dass sie ihr Ziel finden würden.“ (Sam Wyndham) – Seite 24
In Ein notwendiges Übel wird es schon auf den ersten
Seiten sehr dramatisch. Und damit wartet auf Captain Sam Wyndham und seinen Kollegen,
Sergeant Surrender-not Banerjee ein neuer spannender Fall. Ihre Ermittlungen
hierzu führen sie von Kalkutta in den Fürstenstaat Sambalpur. Um der Ermordung
des Thronfolgers dort auf den Grund zu gehen, müssen sie äußerst vorsichtig
vorgehen, da in Sambalpur vieles anders ist als in Kalkutta. Schon bald tauchen
neue Rätsel auf und es wird brenzlig für die Beiden…
Auch im zweiten Band der besonderen Krimireihe beeindruckt
der Autor mit detailreichen Schilderungen der Schauplätze aus dem 20. Jahrhundert.
Auch die historischen Begebenheiten und die unruhige Lage in Indien im Jahre
1920 werden hier gut verständlich wiedergegeben. Neben den spannenden
Ermittlungen gibt es einen interessanten Einblick in das Leben des damaligen
Fürstenstaates.
Die Handlung ist in der Ich-Perspektive aus Sicht von Sam
Wyndham geschrieben, den Verlauf kann man so sehr gut verfolgen. Es gibt auch
ein paar Erinnerungsstützen, was ich sehr hilfreich fand - u.a., warum sein
Kollege von allen Surrender-not genannt wird und mit welchen privaten
Problemen Wyndham zu kämpfen hat. So ist man sofort wieder mitten im Geschehen.
Die Story entwickelt sich sehr interessant, nach und nach kommt mehr ans Licht als
zunächst gedacht und weitere Verstrickungen in dem Mordfall tun sich auf.
„Ich brauchte Zeit zum Nachdenken, musste mir in aller Ruhe überlegen, was zum Teufel hier eigentlich los war.“ (Sam Wyndham) – Seite 365
Hinten im Buch findet man noch ein interessantes Nachwort
sowie ein hilfreiches Glossar, in denen indische Begriffe und Historisches
erläutert werden, was eine sehr gute Lesehilfe darstellt.
Mein Fazit: Wieder ein spannender historischer Krimi mit außergewöhnlichem
Szenario. Neben einem interessanten Fall mit überraschenden Wendungen werden
die einzelnen Schauplätze detailreich beschrieben, man bekommt einen sehr guten
Einblick in das Indien der 1920er Jahre. Von kleinen Längen abgesehen ist „Ein
notwendiges Übel“ genau so stark und lesenswert wie der Vorgänger – ich vergebe
4,5 Sterne.
Meine Bewertung:
Titel: Ein notwendiges Übel - Sam Wyndham 2
Autor: Abir Mukherjee
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 496
Verlag: Heyne
Die Bücher der Sam Wyndham-Reihe:
Band 1 - Ein angesehener Mann
Band 2 - Ein notwendiges Übel
Band 3 - Eine Handvoll Asche

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