Dienstag, 26. Mai 2020

Rezension zu "Auris - Die Frequenz des Todes" von Vincent Kliesch & Sebastian Fitzek

Zum Buch

AURIS – Band 2

„Hilfe, mein Baby ist weg! Hier ist nur Blut …“
Nach kurzen Kampfgeräuschen bricht der panische Notruf einer Mutter bei der Nummer 112 plötzlich ab. Wenn jemand aus diesem Tonfragment Rückschlüsse auf den Aufenthaltsort der Frau ziehen kann, dann der forensische Phonetiker Matthias Hegel – den einige nach wie vor für einen Mörder halten.
True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge ist es zwar gelungen, Hegel vom Mordverdacht an seiner Frau zu entlasten, doch dabei ist sie der dunklen Seite des genialen Profilers deutlich zu nahe gekommen.

Als Hegel nun im Fall des entführten Babys erneut auf ihre Recherche-Fähigkeiten zurückgreifen will, weigert Jula sich zunächst. Doch kann sie das Baby und seine Mutter wirklich ihrem Schicksal überlassen? Und was ist mit den Informationen zu ihrem tot geglaubten Bruder Moritz, die Hegel ihr angeblich beschaffen will?  (Quelle: Klappentext)



Nachdem der erste Band am Ende mit unerwarteten Wendungen und einem fiesen Cliffhanger endete, war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung. Auch hier spielen die die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge und der forensische Phonetiker Matthias Hegel wieder die Hauptrollen. Am Anfang lernen wird zunächst das Ehepaar kennen, dessen Baby plötzlich verschwindet – während die besorgte Mutter Celine panisch den Notruf wählt, verhält sich ihr Mann Jonathan anders als erwartet…

„Sie ist weg!“, schallte es von oben, und hektische Schritte bewegten sich in Jonathans Richtung.

Es war nicht das, was seine Frau gesagt hatte. Es war die Art, wie sie es gesagt hatte. Die Angst, die Not, die Verzweiflung in ihrer Stimme. – Seite 23

Hier wird es besonders rätselhaft. Gerade das erhöht die Spannung. Die Story ist aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben – diese anfangs oft lose wirkenden Fäden fügen sich nach und nach zu einem sehr überraschenden Bild zusammen.
Hegel,  der das absolute Gehör besitzt, versucht aus den wenigen Momenten und Satzfetzen des abgebrochenen Notrufes herauszubekommen, woher der Anruf stammt. Im ersten Band ist die forensische Phonetik etwas zu kurz gekommen – hier wird dieses nun ausführlicher behandelt, was mir sehr gut gefallen hat und wirklich interessant ist.
Neben dem aktuellen Fall geht es auch um Julas und Hegels persönliche Lebensgeschichten. Nach wie vor ist das Verschwinden von Julas Bruder ein Rätsel – nur Hegel kann ihr mehr darüber sagen. Dieser ist wiederum schwer durchschaubar und hat seine eigenen dunklen Geheimnisse – ist er wirklich gefährlich oder ist alles nur Show? Die Charaktere sind jedenfalls sehr interessant gezeichnet.

Wie schon bekannt, haben bei der AURIS-Reihe die beiden Autoren Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek zusammen gearbeitet: Die Idee zu der Geschichte stammt von Fitzek – Vincent Kliesch hat diese dann zu einem Roman verfasst. Eine gute Zusammenarbeit. Der Roman beginnt stark und liest sich fesselnd – kleine Schwächen gab es in der Mitte, wo die Story etwas stockt. Doch kurz darauf geht es spannend weiter und natürlich kommt am Ende wieder alles anders als man denkt  - klasse!

„Ihm wurde schlagartig heiß und kalt, und seine komplette Aufmerksamkeit war jetzt nur noch auf das Signal gerichtet. Es ließ ihn frösteln, konnte es doch gleichermaßen Vorbote der Hoffnung und des Unheils sein.“ – Seite 196

Mein Fazit: Ein packender zweiter Band, der mühelos mit dem Vorgänger mithalten kann. Neben einer spannenden Story voller Rätsel geht es auch in den persönlichen Lebensgeschichten von Jula und Hegel weiter. Einige Geheimisse werden gelüftet. Auch die forensische Phonetik wird hier ausführlicher behandelt, was sehr interessant ist. Bis auch kleinere Schwächen eine spannende Story, in der natürlich nichts so ist, wie es zunächst scheint. Von mir gibt es 4,5 Sterne – lesenswert!


Meine Bewertung: 






Titel: AURIS 2 - Die Frequenz des Todes
Autoren: Vincent Kliesch / Sebastian Fitzek
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 352
Verlag: Droemer-Knaur
Erstveröffentlichung: 04. Mai 2020



Die Bücher der Reihe:
Band 1 - AURIS
Band 2 - AURIS: Die Frequenz des Todes


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

2 Kommentare:

  1. Liebe Nicole,
    den ersten Teil fand ich ja nicht so berauschend, vor allem, weil die forensische Phonetik recht kurz kam. Das scheint hier anders zu sein, dann werde ich dem Buch doch mal eine Chance geben. :-)
    Liebe Grüße
    Heike

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    1. Liebe Heike,
      ja, hier wird das Thema ausführlicher behandelt, das ist sehr interessant. Ich bin gespannt wie dir das Buch gefallen wird. :)
      Liebe Grüße
      Nicole

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