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Ein Fall für Frey und McGray - Band 3
Im Jahr 1889: Nachdem in London die letzte Aufführung von Macbeth stattgefunden hat, wird im Theater eine in Blut geschriebene
Botschaft gefunden: In Edinburgh, der nächsten Station der Theatergruppe, wird
jemand grausam den Tod finden. Schnell werden der englische Inspector Ian Frey
und sein schottischer Kollege Adolphus McGray hinzugezogen. Während Frey die
Drohung für reine Publicity hält, ist McGray von einem übernatürlichen Phänomen
überzeugt – denn im Theater wurde eine sogenannte Todesfee gesehen. Während die
Premierennacht im Theater in der Grindlay Street immer näher rückt, beginnt für
das Ermittlerduo ein Wettlauf mit der Zeit. Auch in Edinburgh gibt es
inzwischen rätselhafte Vorkommnisse…
„Ich stand im Begriff, dem legendären Henry Irving und danach der Hauptdarstellerin persönlich zu begegnen, und ich würde von der Heimtücke, der Hinterlist und den Tragödien erfahren, die hinter dem Samtvorhang und auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ihr Unwesen trieben.“ (Ian Frey) – Seite 116
Auch der dritte Fall für das ungleiche Ermittlerduo Frey und
McGray beginnt rätselhaft: Eine Todesfee soll gesichtet worden sein und hat in
einer mit Blut geschriebenen Nachricht den Tod einer Person angekündigt. Ist es
eine Inszenierung der Theatergruppe oder steckt tatsächlich etwas
Übernatürliches dahinter?
Die Ermittlungen der beiden sind spannend zu verfolgen –
während Frey immer höflich und eher distanziert ist, nimmt der Schotte McGray
kein Blatt vor den Mund, was schon mal etwas amüsant sein kann. Gerade diese
großen Unterschiede zwischen den beiden Charakteren machen die historische
Krimireihe zu etwas Besonderem. Besonders ist auch, dass hier einige
historische Berühmtheiten einen Gastauftritt haben, wie etwa Bram Stoker oder
Henry Irving.
Die Geschichte ist überwiegend in der Ich-Perspektive aus
der Sicht von Inspector Frey geschrieben – zwischendurch gibt es aber auch
Tagebucheinträge von Bram Stoker und Ausschnitte von rätselhaften Briefen eines
Unbekannten. Es bleibt in jedem Fall mysteriös und spannend.
„Ich erkannte nicht die leiseste Spur von Nervosität oder Schuldgefühl oder sonst etwas, das ihn als Lügner entlarvt hätte. Dennoch hatte ich das Gefühl, ihm nicht trauen zu können – er war schließlich einer der begnadetsten Schauspieler unserer Zeit.“ (Ian Frey) - Seite 198
Was ich sehr gut fand: In die Handlung ist ein kurzer
Rückblick eingebaut, der nochmal kurz die Vergangenheiten der beiden
Hauptfiguren schildert – eine kleine, aber wichtige Erinnerungsstütze, denn
auch wenn hauptsächlich die Ermittlungen im Vordergrund stehen, geht es
trotzdem auch in den jeweiligen Privatleben der beiden interessant weiter. Sehr
interessant und lesenswert ist auch das Nachwort des Autors, in dem er
schildert, welche Begebenheiten sich in den Leben der historischen
Berühmtheiten tatsächlich zugetragen haben – es ist überraschend!
Mein Fazit: Auch der dritte Fall für das ungleiche
Ermittlerduo Frey und McGray ist mysteriös und entwickelt sich spannend. Da im
Mittelpunkt ein bekanntes Theaterstück steht, haben hier einige berühmte
historische Persönlichkeiten einen Gastauftritt, insbesondere Bram Stoker. Die
anfangs lose wirkenden Fäden fügen sich nach und nach zusammen und ergeben ein
vollständiges und sehr überraschendes Bild. Ein sehr gelungener historischer
Mystery-Krimi!
Meine Bewertung:
Titel: Die Todesfee der Grindlay Street: Ein Fall für Frey und Mc Gray (3)
Autor: Oscar de Muriel
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 576
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 17. Dezember 2018
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Band 1 - Die Schatten von Edinburgh
Band 2 - Der Fluch von Pendle Hill
Band 3 - Die Todesfee der Grindlay Street
Band 4 - Im Bann der Fledermausinsel
Band 5 - Die Totenfrau von Edinburgh
Band 6 - Das Geheimnis von Windsor Castle
eBook-Only-Kurzgeschichte - Die Hirschjagd: Weihnachten für Frey und McGray











