Samstag, 19. Mai 2018

Rezension zu "Slade House" von David Mitchell

Zum Buch

Ein mysteriöses Haus mit dunklen Geheimnissen…

Die Slade Alley ist eine schmale, dunkle Gasse, deren Eingang man zwischen zwei Häusern fast übersieht. Hinter der ersten Biegung befindet sich auf der rechten Seite in der Mauer ein kleines, schwarzes Eisentor – völlig unscheinbar ohne Griff oder Schlüsselloch – doch wenn man dagegen drückt, schwingt es auf und offenbart etwas, mit dem man nicht gerechnet hat: Dahinter verbirgt sich ein heller prachtvoller Garten, der etwas verwunschen wirkt – im Hintergrund befindet sich eine prachtvolle Villa. Was hat es mit dem „Slade House“ auf sich? Sicher ist, dass es ein Geheimnis verbirgt – denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein „Gast“ in das Slade House eingeladen. Doch zu welchem Zweck? Das Geheimnis liegt hinter einer der unzähligen Türen…


„Das Slade House ragt drohend auf. Der rote Efeu ist röter, als roter Efeu normalerweise ist. Die Fenster im Erdgeschoss liegen so hoch, dass man nicht hineingucken kann, und außerdem spiegeln sich darin sowieso nur Himmel und Wolken.“ (Nathan) – Seite 19, eBook


Eine düstere Gasse, ein unscheinbares Tor und ein mysteriöses Haus mit einem verwunschenen Garten – schon die Inhaltsangabe von David Mitchells neuem Roman verspricht eine unheimliche Geschichte. Diese beginnt im Jahr 1979, wo eine Mutter mit ihrem 13-jährigen Sohn einer Einladung ins Slade House folgt – schon die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze sind dem Autor gut gelungen. Die Handlung selbst ist sehr mysteriös und in mehrere Abschnitte unterteilt, die im Neun-Jahres-Rhythmus erstellt wurden – und mit jedem Abschnitt kommt man dem gut gehüteten Geheimnis des Slade House ein klein wenig näher. Mit insgesamt 240 Seiten eine eher kurze Geschichte, doch dafür kommt hier die unheimlich-düstere Atmosphäre sehr gut zur Geltung. Der Schreibstil von Mitchell ist wie gewohnt speziell – man braucht am Anfang der einzelnen Kapitel immer einen Moment, um sich zu recht zu finden, da diese jeweils aus der Ich-Perspektive einer neuen Figur erzählt wird. Auch wenn es manchmal etwas wirr und skurril wird, fügen sich nach und nach die einzelnen Fäden zusammen. Welches mysteriöse Geheimnis sich schließlich um dieses besondere Haus rankt – lasst euch überraschen!


„Ich habe das Gefühl, nach oben zu stürzen.“ (Gordon) –Seite 61, eBook


Mein Fazit: Ein gelungener Schauerroman, der auf nur 240 Seiten eine packende Geschichte erzählt. Besonders gefallen hat mir die dunkle Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman zieht. Detaillierte Schauplätze und interessante Charaktere tun sein übriges. Der Schreibstil ist etwas speziell, manchmal wird es etwas wirr – daher ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten ist es eine gute Gruselgeschichte mit einer kleinen Portion Horror. Lesenswert!

Meine Bewertung: 





Titel: Slade House
Autor: David Mitchell
Genre: Mystery / Unheimlicher Roman
Seitenanzahl: 240
Verlag: Rowohlt

Ebenfalls von David Mitchell gelesen:
Die Knochenuhren


Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für das Rezensionsexemplar!

6 Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    das hört sich gar nicht schlecht an. Ich mag Bücher, in denen eine dichte unheimliche Atmosphäre zur Wirkung kommt. Das Buch werde ich mir gleich einmal merken.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      ich kann mir gut vorstellen, dass dir die Geschichte ebenfalls gefallen würde. :) Falls du das Buch lesen solltest, bin ich gespannt auf deine Meinung.

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Liebe Nicole,
    das klingt nach einem gruseligen, interessanten Buch!
    Liebe Grüße, Heike

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    1. Liebe Heike,
      ja diese düstere Atmosphäre ist David Mitchell hier wirklich gelungen. :)
      Liebe Grüße
      Nicole

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  3. Hi!

    Ich war gerade bei deiner Namensvetterin auf Zeit für neue Genres - "Slade House" ist bei ihr durch dich auf der Wunschliste gelandet. Und jetzt auch auf meiner! Es klingt wirklich toll!
    Wirr ist manchmal gar nicht so schlimm, ich hoffe nur dass es auch ein wenig gruselig ist xD

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hi Aleshanee,

      ich war auch gerade bei Nicole stöbern und es freut mich sehr, dass es das Buch auf eure beiden Wunschlisten geschafft hat. :)
      Grusel ist da, eine dunkle Atmosphäre auch - ich bin gespannt, wie es dir gefällt.

      Liebe Grüße
      Nicole

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