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Eine Peter Grant-Story
Für den Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant gibt
es einen neuen Fall: Auf der Metropolitan Line der London U-Bahn wurden
vermehrt Geister gesichtet! Zwar tummeln sich im Underground öfter mal Geister,
doch diese verhalten sich merkwürdig und fallen den Fahrgästen unangenehm auf. Ein
Grund mehr, um der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen. Zusammen mit seinem
Ermittler-Team des Folly nimmt Peter die Ermittlungen auf. Nach und nach
erfährt er mehr über den Hintergrund der merkwürdigen Geistererscheinungen dort…
„In Zweifelsfällen verfährt man am besten nach der Polizeimethode. Von Fakten ausgehend, die man hat, ermittelt man systematisch in alle denkbaren Richtungen weiter. Selbst wenn manche Fakten aus unkonventionellen Quellen stammen und sich dein Notizbuch liest wie ein Auszug aus einem Bram-Stoker-Roman.“ (Peter Grant) – Seite 58, eBook
Nach den insgesamt bisher sechs veröffentlichen Bänden der Rivers of London-Reihe um Constable Peter Grant gibt es nun ein kleines Zwischenspiel: Geister auf der Metropolitan-Line ist im Gegensatz zu den bisherigen Romanen
mit nur 176 Seiten eher kurz. Die Handlung wird im schon bekannten, lockeren
Stil und in der Ich-Perspektive aus Sicht von Peter Grant erzählt. Der
angehende Zauberer und Police Constable bekommt es hier mit Geister zu tun, die
vermehrt in der Londoner U-Bahn gesichtet werden. Es gibt ein Wiedersehen mit
schon bekannten Charakteren, außerdem erfährt man etwas mehr über die Anfänge des
Folly, wie die Einheit „Spezielle Analysen“ auch genannt wird, die sich um
alles kümmert, das übernatürlich erscheint. Gut gefallen hat mir, das
Nightingale, Peters Chef und Lehrmeister bei den Ermittlungen dabei ist. Er ist
nach wie vor eine sehr interessante Figur und kommt in manchen Bänden etwas zu
kurz.
Leider habe ich auch etwas Kritik. Da es sich hier um eine
Kurzgeschichte handelt, hatte ich etwas mehr Schwung in der Story erwartet. Es
gibt immer wieder zu lange Ausschweifungen, die vom eigentlichen Thema
abweichen. Zudem bleiben einige Fragen unbeantwortet, manches verliert sich.
Dieses gibt dem allen einen kleinen Dämpfer.
Mein Fazit: Eine kurze Story mit Stärken und Schwächen.
Positiv ist der lockere Schreibstil, der schon aus den Romanen bekannt ist. Es
gibt ein Wiedersehen mit altbekannten Charakteren und das Übernatürliche ist
gut eingebaut. Doch leider fehlt der Story der Schwung – es gibt hier auf den
eher wenigen Seiten zu viele Nebenschauplätze, die von dem eigentlichen Fall
abweichen. Leider bleiben auch einige Fragen zum Ende hin unbeantwortet. Das
war etwas schade. Dennoch vergebe ich 3 Sterne, da der altbekannte Charme
dennoch vorhanden ist.
Meine Bewertung:
Titel: Geister auf der Metropolitan Line
Autor: Ben Aaronovitch
Übersetzt von: Christine Blum
Genre: Krimi /Fantasy
Seitenanzahl: 176
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 03. Mai 2018
Die Bücher der Rivers of London-Reihe:
Band 1 - Die Flüsse von London
Band 2 - Schwarzer Mond über Soho
Band 3 - Ein Wispern unter Baker Street
Band 4 - Der böse Ort
Band 5 - Fingerhut-Sommer
Band 6 - Der Galgen von Tyburn
Band 6.5 - Geister auf der Metropolitan-Line (Eine Peter Gant-Story)
Band 6.5 - Geister auf der Metropolitan-Line (Eine Peter Gant-Story)
Band 7 - Die Glocke von Whitechapel
Band 8 - Ein weißer Schwan in Tabernacle Street
Band 9 - Die Silberkammer in der Chancery Lane
Band 8 - Ein weißer Schwan in Tabernacle Street
Band 9 - Die Silberkammer in der Chancery Lane
Vielen Dank an den dtv für
das Rezensionsexemplar!

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