Samstag, 2. März 2019

Rezension zu "Der Atlas der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

Zum Buch

Die besonderen Kinder – Band 4

Nach den vergangenen Ereignissen in Devil‘s Acre, wo sie eine große Bedrohung ausschalten konnten, entschließt sich Jacob schweren Herzens, die Welt der Besonderen zu verlassen und wieder in seine Heimat Florida und zu seinen Eltern zurück zu kehren. Doch Miss Peregrine folgt Jacob zusammen mit Emma und den anderen besonderen Kindern nach Florida – sie haben überraschend einen Weg gefunden, auch außerhalb der Zeitschleifen ohne Folgen leben zu können. Zeitschleifen sind Orte außerhalb der Zeit, in denen die Besonderen – Menschen mit außergewöhnlichen und skurrilen Fähigkeiten - leben. In Jacobs Heimat stoßen sich nach und nach auf zahllose, unerforschte Zeitschleifen, in denen die Besonderen ohne feste Regeln und Beschützer leben.
Zugleich erfährt Jacob mehr über seinen verstorbenen Großvater, der ebenfalls ein Besonderer war – er beginnt dessen geheimnisvolles Vermächtnis zu erforschen und ahnt noch nicht, dass ihm und Emma sein bislang größtes Abenteuer noch bevor steht…


„Es war ein Vermischen der Welten, wie ich es mir schon tausend Mal vorgestellt, aber nicht einmal im Traum für möglich gehalten hatte. Doch hier war es nun: das Vorher und das Nachher, die mit der Kraft von Planeten zusammenprallten.“ – Seite 12


Ich war immer davon ausgegangen, dass die Reihe um die besonderen Kinder eine Trilogie bleibt – umso erfreuter war ich, dass es nun mit einem vierten Band weitergeht. Dieser schließt nahtlos an die überraschenden Geschehnisse des dritten Bandes an und hält wieder einige Abenteuer bereit. Hier spielt die Handlung überwiegend in Jacobs Heimat Florida, in der es mehr unerforschte Zeitschleifen gibt, als zunächst gedacht – und diese unterscheiden sich gewaltig als die schon bekannten und erforschten Orte der Besonderen. Es gibt ein Wiedersehen mit bereits bekannten Charakteren: Die Lehrerein und Ymbryne Miss Peregrine ist  wieder mit dabei, ebenso Jacobs Schwarm Emma und viele seiner besonderen Freunde. Spannend zu verfolgen ist hier, dass die Kinder, die viele Jahre in einer Zeitschleife des Jahres 1940 gelebt haben, nun die Gegenwart kennen lernen.
Besonders gefallen hat mir an diesem Band aber, dass wir hier mehr über Jacobs Großvater erfahren – Jacob und seine Freunde machen eine große Entdeckung und damit werden nach und nach einige Geheimnisse gelüftet. Es wird phantastisch-abenteuerlich und überraschend.
Der Schreibstil ist sehr angenehm – Ransom Riggs schreibt in einer ruhigen und ausführlichen Art, die auf eine gewisse Weise packend ist. In der Ich-Perspektive aus Sicht des 16-jährigen Jacob Portman, kann man dessen Weg und den der besonderen Kinder sehr gut verfolgen. Dieser ist manchmal düster und geheimnisvoll und führt sie an unbekannte und  manchmal skurrile Orte.
Sehr gelungen und im wahrsten Sinne des Wortes besonders ist auch die gesamte Buchgestaltung: Wie schon bei den Vorgängen gibt es hier auch viele außergewöhnliche Fotos – meist sind es alte Aufnahmen, die manche Schilderungen perfekt wiederspiegeln. Eines davon ist auf dem Cover abgebildet, das wie immer ein Blickfang ist.
Bei diesem Buch würde ich unbedingt empfehlen, zunächst die Vorgänger zu lesen – denn dort lernt man die einzelnen Charaktere und ihre Fähigkeiten genauer kennen und erfährt alles über die wichtigen, vergangenen Geschehnisse.


„In diesem Moment, als ich da unten auf meine Freunde wartete, begriff ich plötzlich. Mein Großvater hatte gewollt, dass ich diesen Ort finde. Tygrysku. Es war ein Brotbröckchen im Wald. So wie die Postkarte von Miss Peregrine, die er in dem Band vom Emerson versteckte.“ – Seite 108/109


Mein Fazit: Ein gelungener 4. Band um die besonderen Kinder, der ein neues und spannendes Abenteuer bereit hält . Außergewöhnliche Orte und viele phantastische Elemente machen dieses Buch wieder zu einem ganz besonderen Fantasy-Roman. Der Atlas der besonderen Kinder hat mir noch etwas besser als der Vorgänger gefallen. Wem die Reihe bisher gefallen hat, der wird auch von dem neuen Abenteuer begeistert sein. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Der Atlas der besonderen Kinder
Autor: Ransom Riggs
Genre: Fantasy / Phantastik
Seitenanzahl: 512
Verlag: Knaur
Erstveröffentlichung: 01. März 2019




Die Bücher der Reihe Die besonderen Kinder:

Band 1 - Die Insel der besonderen Kinder
Band 2 - Die Stadt der besonderen Kinder
Band 3 - Die Bibliothek der besonderen Kinder
Band 4 - Der Atlas der besonderen Kinder
Band 5 - Das Vermächtnis der besonderen Kinder

Die Legenden der besonderen Kinder - Erzählungen


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar! 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen