Sonntag, 17. März 2019

Rezension zu "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

Zum Buch

Die Geschichte der Bücherdiebin

Deutschland, im Jahr 1939: Der Tod hat viel zu tun und eine Schwäche für Liesel Meminger.
Am Grab ihres kleinen Bruders stiehlt Liesel ihr erstes Buch. Mit dem 'Handbuch für Totengräber' lernt sie lesen und stiehlt fortan Bücher, überall, wo sie zu finden sind: aus dem Schnee, den Flammen der Nazis und der Bibliothek des Bürgermeisters. Eine tiefe Liebe zu Büchern und Worten ist geweckt, die sie auch nicht verlässt, als die Welt um sie herum in Schutt und Asche versinkt. Liesel sieht die Juden nach Dachau ziehen, sie erlebt die Bombennächte über München – und sie überlebt, weil der Tod sie in sein Herz geschlossen hat.
 (Quelle: Klappentext vom Verlag)




„Der Raum schrumpfte, bis die Bücherdiebin die Regale mit ein paar kleinen Schritten erreichen konnte. (…) Es fühlte sich an wie ein Zauber, wie Schönheit, getaucht in strahlende Linien aus Licht von einem Kronleuchter. Mehr als einmal hätte sie fast ein Buch von seinem Platz genommen, aber sie wagte nicht, sie zu stören. Sie waren einfach vollkommen.“ – Seite 87, eBook


Nachdem ich vor kurzem erst Markus Zusaks neuestes Buch Nichts weniger als ein Wunder gelesen habe und von der Handlung und dem Schreibstil so begeistert war, war ich nur umso gespannter auf seinen bekannten Roman Die Bücherdiebin. Und dieser beginnt schon außergewöhnlich: Bevor wir die Hauptfigur, das anfangs neunjährige Mädchen Liesel Meminger kennen lernen, erfahren wir einiges über den Erzähler – und der ist niemand anderes als der Tod persönlich. Zunächst gewöhnungsbedürftig, aber schon nach ein paar Seiten fesselnd. Er erzählt, wie er Liesel immer wieder begegnet und er sie mehr und mehr in sein Herz schließt – und so erfahren wir auch die Lebensgeschichte des Mädchens, das kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges von ihrer Mutter zu Pflegeeltern in einem Ort nahe München geschickt wird und später als Bücherdiebin bekannt wurde.

Da die Handlung in Deutschlands wohl dunkelster Zeit spielt, wird es oft sehr traurig und dramatisch. Doch dank der lockeren Art des „Erzählers“ blitzt ab und an auch mal etwas Humor hervor – es ist insgesamt ein sehr berührendes Buch, das man nicht so schnell vergessen wird. Liesel lernt das Lesen und entdeckt somit auch ihre Liebe zu Büchern– und wird zur Bücherdiebin, dessen Szenen vom „Tod“ brillant geschildert werden. In vielen dramatischen Momenten geben ihr besonders ihre gestohlenen Bücher einen großen Halt. Auch die Nebenfiguren kommen gut zur Geltung, man ist gespannt, wie sich das weitere Leben von Liesel entwickelt – es kommt alles anders als gedacht.


Jede Nacht, wenn sie sich nach ihrem Albtraum wieder beruhigt hatte, überkam sie schon bald die Freude darüber, dass sie wach war und lesen konnte. „Ein paar Seiten?“, fragte Papa, und Liesel nickte. – Seite 92, eBook


Mein Fazit: Eine sehr berührende Geschichte, die auf außergewöhnliche Weise erzählt wird und noch lange nachhallt. Hier kommt Zusaks besonderer Schreibstil wieder zur Geltung, der mich schon in seinem aktuellen Buch sehr begeistert hat. „Die Bücherdiebin“ hat mich sehr berührt und ist ein wirkliches Lesehighlight.


Meine Bewertung: 





Titel: Die Bücherdiebin
Autor: Markus Zusak
Genre: All Age / Roman
Seitenanzahl: 592
Verlage: cbj (gebundene Ausgabe), blanvalet (Taschenbuch)

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