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Ein Leben auf einem Planeten mit rasanten Veränderungen
Sind Sie schon durchgedreht oder arbeiten Sie noch daran?
Wir leben in einem Zeitalter der Ängste und der überdrehten Schnelligkeit. Man könnte meinen, unsere gesamte Lebensweise wäre darauf ausgerichtet, uns ins Unglück zu stürzen. Der Life-Overload hat uns fest im Griff. Aber: Können wir etwas dagegen tun? Matt Haig beschäftigt sich intensiv mit der Frage, wie die lärmende Außenwelt unser Denken beherrscht und wie wir uns zur Wehr setzen können. Es geht um große und kleine Dinge, um Weltpolitik, Gesundheit, Smartphones, Social Media, Sucht, Vernetzung. Ein Buch, das uns alle angeht und das uns unserer eigentlichen Aufgabe wieder ein wenig näherbringt: dem Menschsein.
(Quelle: Klappentext - dtv-Verlag)
„Schon in Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben hatte ich über meine psychischen Probleme geschrieben. Doch meine Frage lautete diesmal nicht „Warum soll ich weiterleben?“, sondern „Wie können wir in einer verrückten Welt leben, ohne selbst verrückt zu werden?.“ – Seite 18
Vor gut drei Jahren habe ich Ziemlich gute Gründe, am Leben
zu bleiben gelesen, in dem Matt Haig über seine psychische Erkrankung spricht –
das Buch hat mich sehr beeindruckt und ich nehme es heute noch oft in die Hand.
Auch in seinem neuen Buch Mach mal halblang. Anmerkungen zu unserem nervösen
Planeten bringt Matt Haig vieles auf den Punkt. Er schreibt darüber, wie
schnell die Welt sich, besonders in technischer Hinsicht, verändert hat und
stellt Fragen wie: Benötigen wir das alles, um glücklich zu sein oder ist
weniger mehr? Er legt hier seine Beobachtungen dar, unter anderem auch, wie Social-Media,
Eilmeldungen und bedenkliche Beautytrends unseren Alltag verändern und
beeinflussen. Neben den rasanten Veränderungen des Planeten in den letzten
Jahrzehnten (Klimawandel, Politik, Technologie, usw.) erfahren wir auch seine
Ansichten über die schnelle Zeit, einsame Massen im Internetzeitalter, das Schlafverhalten
auf einem nervösen Planeten und der ständigen Suche nach Anerkennung durch
Social Media- Likes – und hierzu liefert Matt Haig interessante Fakten.
Zum anderen findet er auch oft beeindruckende Worte, die Mut
machen. Er vermittelt eine Botschaft, in der verschiedenes aufzählt, z.B. das
man mit vielem achtsam umgehen sollte, das jeder Mensch einmalig ist und man
sich mehr Zeit für die wichtigen Dinge nehmen sollte.
„Egal, wie viele Vorteile wir heute genießen, unsere Psyche bleibt verwundbar. Erwiesenermaßen nehmen heute viele seelische Leiden zu, und wenn uns unser geistiges Wohlbefinden wichtig ist, müssen wir dringend einen Blick auf diese Veränderung werfen.“ – Seite 22
Neben Fakten und Feststellungen erzählt Matt Haig auch viel
Persönliches: Etwa, welche Dinge ihm Sorgen bereiten oder wie er intensive
Momente seiner Angststörung überwindet. Zudem blickt er auch zurück, wie es
war, als er vor gut zwanzig Jahren an einer schweren Depression erkrankte.
Das Buch ist unterteilt in Themenabschnitte, die einzelnen
Kapitel sind kurz und lassen sich leicht und sehr gut lesen. Der Schreibstil
ist klar und ehrlich, manchmal humorvoll und oft lebensbejahend – ich hätte
hier in meiner Rezension am liebsten das halbe Buch zitiert.
„Wir sollten daran arbeiten, die Welt zu einem Ort zu machen, an dem wir über unsere Probleme reden können.“ – Seite 218
Mein Fazit: Ein wundervolles Buch, das klar, ehrlich und mit
viel Herz geschrieben wurde und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Matt Haig
listet erstaunliche und interessante Fakten über unseren nervösen Planeten auf,
redet über persönliche Sorgen und Ängste in der heutigen Welt und gibt Tipps
für bestimmte Situationen. Beeindruckend und absolut lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Mach mal halblang. Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten
Autor: Matt Haig
Genre: Ratgeber / Sachbuch
Seitenanzahl: 320
Verlag dtv
Erstveröffentlichung: 22. März 2019
Die Sachbücher von Matt Haig:
- Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben
- Mach mal halblang. Anmerkungen zu unserem nervösen Planeten
- The Comfort Book
Vielen Dank an dtv für
das Rezensionsexemplar!


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