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Der Club und seine Geheimnisse
Für Hans Stichler, der aus einfachen Verhältnissen stammt,
ändert sich plötzlich das ganze Leben: Seine Tante, die zugleich seine einzig
lebende Verwandte ist, vermittelt ihm ein Stipendium für die Universität in
Cambridge. Im Gegenzug dafür soll er ein Verbrechen aufklären. Anfangs ahnt er noch
nicht, auf was er sich da wirklich eingelassen hat, denn um mehr über den Fall
zu erfahren, muss er ein Mitglied des elitären Pitt-Clubs werden. Charlotte
hilft ihm dabei und weiht Hans in die Bräuche der Snobs ein – für ihn eine ganz
neue und fremde Welt. Schnell muss er feststellen, dass sich in dem Club Dinge
ereignen, über die niemand spricht. Auch
Charlotte scheint Geheimnisse zu haben. Und schon bald wird er hinter den
verschlossenen Türen des Pitt-Clubs vor eine Wahl gestellt, die alles
abverlangt…
„Der blaue Balzer, die blanken Steine, das saubere Gras in den Höfen, die schwarzen Roben, die weißen Säulen des Pitt Clubs, alles fügte sich zu einem Ganzen und hielt den Mythos zusammen, der diesen Ort groß machte. Ich erinnerte mich daran, wie ich mir gewünscht hatte, dazuzugehören, aber in dieser Nacht, als ich endlich ganz dazugehörte und die Farbe der Universität trug, widerte es mich an.“ – Seite 179
Dieses Buch hatte ich schon lange im Hinterkopf, da der
Klappentext sich geheimnisvoll-spannend anhört. Hauptfigur ist hier der
achtzehnjährige Hans, der schon früh in seinem Leben einige Schicksalsschläge
verkraften musste. Bevor er eigene Pläne für die Zukunft schmieden kann, vermittelt
seine Tante Alex ihm ein Studienplatz an der Universität in Cambridge. Doch für
das vermittelte Stipendium erwartet sie eine Gegenleistung, die für Hans im
ersten Moment mehr als skurril erscheint.
Auch der Pitt-Club, um den es hier geht, wirkt anfangs sehr
mysteriös und scheint voller dunkler Geheimnisse zu stecken – was sich wirklich
dahinter verbirgt, erfährt man nach und nach. Die Geschichte ist aus mehreren
Blickwinkeln geschrieben, immer in der Ich-Perspektive von verschiedenen
Personen. Anfang ist es gut gemacht, doch nach und nach werden es zu viele
Personen – dadurch werden die Charaktere immer blasser und sind unnahbar. Das
ist ein Punkt, den ich etwas schade fand. Ansonsten ist es aber ein gutes Buch,
das besonders zum Ende hin spannend wird.
„Die Wahrheit, Bill“, sagte sie, „sind die Geschichten, die wir uns so lange erzählen, bis wir glauben, sie wären Wirklichkeit.“ – Seite 229
Mein Fazit: Ein Buch, das leise und geheimnisvoll ist, aber mit
seinem besonderen Stil den Leser schnell fesselt. Sehr gut verständlich – auf
nur 240 Seiten ein atmosphärisch dichter Roman, der einige Krimi-Elemente
enthält und nach und nach dunkle Geheimnisse zutage fördert. Bis auf Schwächen
bei den Charakteren sehr gut gelungen – besonders zum Ende hin spannend.
Meine Bewertung:
Titel: Der Club
Autor: Takis Würger
Genre: Roman / Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 240
Verlag: Kein & Aber
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2017

Liebe Nicole,
AntwortenLöschenprima, dass dir das Buch wesentlich besser gefallen hat als mir. Ich habe überhaupt keinen Zugang zu Geschichte und Charakteren bekommen und es war eins der wenigen Bücher, die ich abgebrochen habe.
Viele Grüße, Heike
Liebe Heike,
Löschenstimmt, ich erinnere mich daran, dass du das Buch abgebrochen hattest. Natürlich hat diese Geschichte einen bestimmten Stil, den man mögen muss.
Doch mir hat "Der Club" bis auf Kleinigkeiten sehr gut gefallen. :)
Liebe Grüße
Nicole