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Marcus Goldman – Band 1
Ein Skandal erschüttert das Städtchen Aurora an der Ostküste der USA: Dreiunddreißig Jahre nachdem die ebenso schöne wie geheimnisumwitterte Nola dort spurlos verschwand, taucht sie wieder auf. Als Skelett im Garten ihres einstigen Geliebten. Der berühmte, zurückgezogen lebende Schriftsteller Harry Quebert steht plötzlich unter dringendem Mordverdacht.
Der Einzige, der noch zu ihm hält, ist sein ehemaliger Schüler und Freund Marcus Goldman, inzwischen selbst ein erfolgreicher Schriftsteller. Überzeugt von der Unschuld seines Mentors - und auf der Suche nach einer Inspiration für seinen nächsten Roman - fährt Goldman nach Aurora und beginnt auf eigene Faust im Fall Nola zu ermitteln... (Quelle: Inhaltsangabe - Piper Verlag)
Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert erschien erstmals im Jahr 2013. Nun erscheint am 01. Juni 2023 mit Die Affäre Alaska Sanders eine Fortsetzung. Bevor ich mich nun dem neuen Roman widme, habe ich mich für einen re-read des Vorgängers entschieden. Auch gut acht Jahre nach dem ersten Lesen konnte mich Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert erneut packen.
Hauptfigur Marcus Goldman hat es mit seinem ersten Roman auf die Bestseller-Liste geschafft und ist mit Ende zwanzig nun ein gefeierter Autor. Doch beim Verfassen eines zweiten Buches befällt ihn die "Schriftstellerkrankheit": Die Seiten bleiben leer, kein einziges Wort hat er bisher geschrieben. Um diese Blockade zu überwinden, besucht er seinen ehemaligen Professor und guten Freund Harry Quebert, der im Jahre 1975 mit seinem Roman „Der Ursprung des Übels“ seinen großen Durchbruch als Schriftsteller hatte. In dem kleinen Städtchen Aurora in New Hampshire und Harrys idyllischem Haus am Meer hofft Marcus auf die zündende Idee. Beim Stöbern in dessen Bibliothek stößt er plötzlich auf etwas Brisantem aus Harrys Vergangenheit: Seine heimliche Liebe zu dem Mädchen Nola, das 1975 plötzlich verschwand.
Wieder zurück in New York erreicht ihn kurz darauf eine schockierende Nachricht. Im Garten von Harry Quebert wurde ein Skelett gefunden, bei dem es sich um ein seit 33 Jahren vermisstes Mädchen handelt: Nola Kellergan. Plötzlich steht Harry unter dringendem Mordverdacht. Marcus ist fest von dessen Unschuld überzeugt und beginnt mit Nachforschungen, die nicht ganz ungefährlich sind und ungeahntes ans Tageslicht bringt...
Der Roman beginnt zunächst ruhig und nimmt erst nach und nach an Fahrt auf. Die Handlung wechselt regelmäßig zwischen verschiedenen Erzählstilen – die aktuellen Geschehnisse im Jahr 2008 sind überwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Marcus Goldman erzählt. Während seiner Recherchen gibt es immer wieder Rückblicke in das Jahr 1975, wo Harrys und Nolas Geschichte immer mehr Konturen annimmt – und später überraschendes offenbart. Auch Harrys Buch „Der Ursprung des Übels“ sowie einige Briefe spielen eine zentrale Rolle.
„Obwohl dieser Fall erst rund zwei Wochen alt ist, kommt es mir vor, als wären es Monate. Ich glaube, im Städtchen Aurora liegen ein paar merkwürdige Geheimnisse begraben, und die Menschen hier geben viel weniger zu, als sie wissen. Die Frage ist nur, warum alle schweigen…“ (Marcus) – Seite 170, eBook
Die vielen Zeitsprünge sind sehr gut eingearbeitet und keineswegs verwirrend, wie es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag. Zudem sind die Abschnitte immer mit Datum versehen. Besonders an diesem Buch ist auch, dass die Kapitel absteigend nummeriert sind und immer mit einem interessanten kleinen Dialog zwischen Harry und Marcus beginnt, der seinem Schützling einige Weisheiten mit auf den Weg gibt.
"Schriftsteller sind so zerbrechliche Wesen, Marcus, weil sie zwei Arten von Seelenqual kennen, also doppelt so viele wie normale Menschen: den Liebeskummer und den 'Bücherkummer'. Ein Buch zu schreiben ist, wie jemanden zu lieben: Es kann sehr wehtun." - Seite 109, eBook
Zu Anfang habe ich mich mit der Hauptfigur Marcus Goldman und seiner etwas überheblichen Art etwas schwergetan. Jedoch macht er im Laufe der Geschichte und während seiner gemeinsamen Ermittlungen mit Sergeant Perry Gahalowood eine Wendung durch und wird zu einem interessanten Charakter. Nach einige Zeit wird die Handlung ziemlich spannend und so konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen. Neben den Geschehnissen im Jahr 1975 wird es auch in der Gegenwart ziemlich spannend und mit Wendungen, die völlig unvorhersehbar sind. Besonders zum Ende hin.
„Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir nicht, dass uns noch weitere Überraschungen ins Haus standen. Zwei größere Vorfälle sollten uns schon bald Antworten auf unsere Fragen liefern.“ (Marcus) – Seite 496, eBook
Mein Fazit: Ein spannender Krimi, der einige Überraschungen und ungeahnte Wendungen bereithält. Die Handlung nach und nach an Fahrt auf – es wird dramatisch, geheimnisvoll und für manchen auch gefährlich. Schließlich kommt jedes einzelne Puzzleteil an seinen Platz und ergibt ein überraschendes Gesamtbild, mit dem man so nicht gerechtet hat. Nach etwas Einlesezeit wird das Buch zu einem packenden Krimi mit einem grandiosen Verwirrspiel – ich vergebe 4,5 Sterne.
Meine Bewertung:
Titel: Marcus Goldman 1: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Autor: Joel Dicker
Genre: Krimi / Drama
Seitenanzahl: 736
Verlag: Piper
Erstveröffentlichung: 13. August 2013
Die Bücher um Schriftsteller Marcus Goldman:
Band 1 - Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Band 2 - Die Geschichte der Baltimores
Band 3 - Die Affäre Alaska Sanders (die Fortsetzung von Harry Quebert)

Hallo Nicole,
AntwortenLöschenich wusste noch gar nicht, dass nun bald eine Fortsetzung zu dem Buch erscheint. Danke für den Hinweis :): Ich mochte "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" ganz gerne und meine Meinung dazu ist deiner sehr ähnlich. "Die Geschichte der Baltimores" konnte mich aber noch ein wenig mehr begeistern.
Liebe Grüße, Steffi
Hallo Steffi,
Löschenging mir auch so - "Harry Quebert" ist sehr gut gelungen, aber "Die Geschichte der Baltimores" fand ich noch ein klein wenig besser. :)
Ich habe nun mit "Die Affäre Alaska Sanders" begonnen und es ist sehr packend.
Liebe Grüße
Nicole
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenIch fand das Buch so klasse und so spannend! Ich hab es auch gar nicht aus der Hand legen können! War Marcus anfangs so überheblich? Also dass es negativ auffällt? Ist mir jetzt grade gar nicht so in Erinnerung ehrlich gesagt. Eher seine ständigen Zweifel :D
Die Baltimores hab ich ja auch gelesen dann danach - und das fand ich etwas weniger gut. Ist ja auch eher ein Familiendrama gewesen und das ist einfach nicht so meins.
Das neue hab ich grade gelesen und das wieder genau meins! So ähnlich aufgebaut wie Quebert und wieder super spannend! Da wünsch ich dir viel Spaß!
Liebste Grüße, Aleshanee
Hallo liebe Aleshanee,
Löschenich finde auch, dass das Buch sich zu einem richtigen Pageturner entwickelt. Ja, irgendwie habe ich mich anfangs mit der Art von Marcus Goldman etwas schwer getan... Aber das hat sich dann gebessert und auch nur eine kleine Kritik am Rande.
Ich habe "Harry Qiebert" vor ca. acht Jahren zum ersten Mal gelesen und hatte so gar keine Erinnerungen mehr an den Verlauf, da war der re-read perfekt. "Alaska Sanders" gefällt mir bisher auch sehr gut. Toll, dass es dich auch überzeugen konnte!
"Die Geschichte der Baltimores" möchte ich auch irgendwann re-readen, tatsächlich hat mir das Buch sogar noch ein kleines bisschen besser gefallen als "Harry Quebert". Aber das ist natürlich Geschmackssache. :)
Liebe Grüße
Nicole
Ich hab tatsächlich schon von einigen gehört, dass ihnen die Baltimores besser gefallen haben als Quebert. Für mich war das halt eher ein Roman/Drama, was durchaus auch interessant war, aber mich von grundauf her einfach nicht so anspricht... Alaska Sanders ist jetzt wieder ein richtiger Krimi gewesen und deshalb hat es mich auch so begeistert. Es war wieder super packend aufgebaut! Viel Spaß noch damit :)
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