Montag, 20. Juli 2020

Rezension zu "Am Tag davor" von Sorj Chalandon


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Ein schweres Bergwerksunglück und seine Folgen

Der Tag vor der Katastrophe: Der 16-jährige Michel fährt mit seinem geliebten großen Bruder Joseph auf dem Moped durch die Straßen seiner französischen Heimatstadt. Gemeinsam fühlen sie sich unbesiegbar. Am Tag darauf kommen bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner aufgrund eines fatalen Fehlers der Werksleitung ums Leben – Joseph stirbt infolge seiner Verletzungen. Michel flüchtet sich nach Paris, auch um die Worte des Vaters zu vergessen: „Du musst uns rächen!“  Sein Schmerz aber vergeht nicht, und so beginnt Michel Jahre später einen Rachefeldzug. Noch weiß er nicht, dass die Nacht vor dem Unglück anders war, als er es in Erinnerung hat. 




„Auf dem Platz und in den Straßen rundum belagerten Journalisten unsere Verzweiflung. Man sah Tränen auf den Wangen, geballte Fäuste, Bestürzung, aber es viel kein Wort zu viel. Die Resignation in manchen Blicken schmerzte.“ – Seite 42, eBook

Schon beim Lesen der Inhaltsangabe wird klar, dass Am Tag davor ein sehr bewegendes Buch ist. Sorj Chalandon verwebt in seinem Roman fiktive Figuren mit einem schweren Bergwerksunglück, das es wirklich gegeben hat – mit diesem Buch gedenkt er am Anfang auch den 42 Bergleuten, die in der französischen Zeche Saint-Amé am 27. Dezember 1974 ihr Leben verloren haben.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive als eine Erzählung von Michel Flavent geschrieben. Im Jahr 2014, nach dem Tod seiner Frau, geht er nochmal zurück in die Vergangenheit – ins Jahr 1974, wo er gerade 16 Jahre alt war. Bereits auf der ersten Seite wird klar, wie sehr Michel seinen älteren Bruder Joseph verehrt und geliebt hat. Besonders erschütternd sind daher die folgenden Schilderungen, wie Joseph mit gerade mal 30 Jahren sein Leben verliert und wie sehr Michel darunter leidet.

„Ich war an Josephs Tod verwelkt. Meine Jugend war alt geworden.“ (Michel) – Seite 20, eBook

Die Kapitel wechseln anfangs oft zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Nach und nach setzen sich so die Ereignisse zusammen - durch Michels detaillierte Schilderungen erhalten wir einen genauen Einblick in das Leben seiner Familie, besonders aber in sein eigenes Leben nach Josephs Tod.  Später werden dann die aktuellen Geschehnisse ab dem Jahr 2014 fortgeführt – und diese sind ganz anders als erwartet – der Verlauf ist sehr überraschend, denn Michel setzt einen folgenschweren Plan in die Tat um.
Das Buch zieht den Leser von Anfang an in seinen Bann – atmosphärisch dicht schildert der Autor die Geschehnisse und setzt nach und nach ein überraschendes Gesamtbild zusammen. Nichts ist so, wie zunächst gedacht – es wird sehr bewegend und dramatisch mit einem Finale, das überrascht.
Gleichzeitig ist die schwere Bergwerkskatastrophe von 1974 das zentrale Thema – durch Michels Erzählung erfährt der Leser auch, wie das Leben eines Bergwerksarbeiters aussah. Gerade die Schilderrungen der fehlenden Sicherheitsmaßnahmen und die ruinierte Gesundheit sind sehr erschreckend.

Mein Fazit: Ein atmosphärisch dichter Roman, der mit seinem intensiven Schreibstil überzeugt. Sorj Chalandon berichtet hier über ein schlimmes Unglück im Berbau und verwebt dieses mit einer stark gezeichneten Hauptfigur. Fesselnd, sehr berührend und mit einem Verlauf, den man so nicht erwartet – auch, wie manche Wahrheiten ans Licht kommen ist mehr als überraschend. Ein sehr lesenswertes Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt.



Meine Bewertung: 







Titel: Am Tag davor
Autor: Sorj Chalandon
Übersetzt von: Brigitte Große
Genre: Gegenwartsliteratur / Drama
Seitenanzahl: 320
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 18. April 2019


Freitag, 17. Juli 2020

Rezension zu "Der Name der Rose" von Umberto Eco

Zum Buch


Mysteriöse Geschehnisse im Kloster

Der englische Franziskanermönch William von Baskerville ist in einer delikaten politischen Mission unterwegs in eine italienische Benediktinerabtei. Dort gerät er, zusammen mit seinem etwas unbeholfenen, jungen Adlatus Adson von Melk, in einen Strudel von kriminellen Ereignissen und drastischen Versuchungen. Aber nicht umsonst stand William lange Jahre im Dienste der heiligen Inquisition. Das Untersuchungsfieber packt ihn. Er sammelt Indizien, entziffert magische Zeichen, entschlüsselt Manuskripte und dringt immer tiefer in ein geheimnisvolles Labyrinth vor, über das der blinde Seher Jorge von Burgos wacht... 
(Quelle: Klappentext)



„Jedenfalls flößte mir die Abtei alles andere als Gefühle der Heiterkeit ein, ich empfand bei ihrem Anblick eher ein Schaudern und eine seltsame Unruhe. Und das waren, bei Gott, keine Phantasiegespinste meiner furchtsamen Seele, es war vielmehr die korrekte Deutung unzweifelhafter Vorzeichen.“ (Adson) – Seite 25, eBook

Der Name der Rose ist wohl Umberto Ecos bekanntestes Werk. Der Weltbestseller erschien erstmals im Jahr 1980 (in deutscher Übersetzung im Jahr 1982) und wurde 1986 als Film und 2019 als aufwändige Serie produziert. Ich wollte dieses Buch schon lange lesen – nun habe ich mich an das Werk herangetraut.
Im Mittelpunkt stehen der Franziskanermönch William von Baskerville und der junge Adlatus Adson von Melk. Adson begleitet William, der mit einer geheimen Mission betraut wurde, auf seiner Reise durch das Land. Einer ihrer Stationen ist ein abgelegenes, italienisches Benediktinerkloster in den Bergen. Doch hier trügt die malerische Idylle: Sie werden plötzlich mit mehreren mysteriösen Todesfällen konfrontiert. William von Baskerville begibt sich zusammen mit seinem Begleiter sofort auf Spurensuche und entziffert nach und nach das Rätsel – ihr Weg führt sie schließlich in die geheimnisvolle Klosterbibliothek…

„Die Bibliothek ist nach einem Plan entstanden, der allen Beteiligten dunkel geblieben ist in all den Jahrhunderten, keiner der Mönche war und ist je befugt, ihn zu kennen. Allein der Bruder Bibliothekar weiß um das Geheimnis, er hat es von seinem Vorgänger erfahren und gibt es vor seinem Tode weiter.“ – Seite 45, eBook

Der Roman ist in der Ich-Perspektive als Erzählung von Adson von Melk dargestellt, der von den Ereignissen in einem italienischen Kloster berichtet, die sich im Jahr 1327 zugetragen haben. Es ist in sieben Tage gegliedert mit mehreren Abschnitten.  Wie schon erwartet, ist das Buch sehr detailliert, komplex und schweift öfter mal etwas vom Geschehen ab – es gibt ausschweifende Gespräche und Diskussionen zwischen den Mönchen. Jedoch passt das alles zu der gesamten Atmosphäre des Romans. Auf gewisse Weise spannend sind die Ermittlungen zu den Mordfällen von William von Baskerville und Adson von Melk. Nach und nach setzen sie die oft kryptischen Puzzleteile zusammen, die ein überraschendes Bild ergeben.
Am besten gefallen haben mir die ausführlichen Beschreibungen der Klosterbibliothek – diese ist labyrinthartig angelegt und verbirgt so manches Geheimnis. Dieses wird William von Baskerville klar, als er erfährt, dass die Bibliothek nicht besichtigt und (außer vom Bibliothekar und seinem Gehilfen) nicht betreten werden darf:

Der Abt lächelte fein: „Niemand darf es. Niemand kann es. Niemand hätte, selbst wenn er es wollte, Erfolg. Die Bibliothek verteidigt sich selbst. Unergründlich wie die Wahrheit, die sie beherbergt, trügerisch wie die Lügen, die sie hütet, ist sie ein geistiges Labyrinth und doch ein irdisches. Kämt Ihr hinein, Ihr kämt nicht wieder heraus.“ – Seite 47, eBook

Das Buch enthält auch einiges an Zusatzmaterial hinten im Buch. Neben einer Skizze des Klostergeländes erläutert Umberto Eco ausführlich, wie dieser Roman entstanden ist. Auch findet man im umfassenden Anhang die Übersetzungen der lateinischen Sätze, die immer wieder im Roman zu finden sind. Es ist keine einfache Lektüre, man braucht Geduld – doch es lohnt sich.


Mein Fazit: Ein besonderer Klassiker, der neben historischen Elementen und großartigen Schauplätzen immer wieder auch spannende Krimi-Elemente enthält. Der historische Roman ist speziell und auf seine ganz eigene Art spannend. Ein umfassendes und auch komplexes Werk, für das man sich Zeit nehmen sollte. Trotz der vielen, oft sehr detaillierten Abschweifungen ein außergewöhnliches und lesenswertes Werk.


Meine Bewertung: 






Ältere Ausgabe von 1986



Titel: Der Name der Rose
Autor: Umberto Eco
Genre: Historischer Roman / Klassiker
Seitenanzahl: 784 (aktuelle Ausgabe) / 688 (ältere Ausgabe von 1986)
Deutsche Erstveröffentlichung: 1982
Aktuelle Ausgabe: 18. April 2019
Verlag: dtv

Samstag, 11. Juli 2020

Rezension zu "Der Heckenritter von Westeros - Das Urteil der Sieben" von George R.R. Martin

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Eine Vorgeschichte aus der Welt von Game of Thrones

Ein Jahrhundert vor den Ereignissen in der Bestsellersaga Das Lied von Eis und Feuer nimmt ein Knappe namens Dunk das Schwert seines verstorbenen Herren an sich. Er will an einem Turnier teilnehmen, um selbst ein Ritter zu werden. Doch „Ser Duncan“ hat noch viel zu lernen über die Welt der Edlen und Mächtigen. Beim Versuch, einen Platz im Turnier zu ergattern, macht er sich bald ebenso viele Feinde wie Freunde. Dunk ist ein fähiger Kämpfer mit einem starken Ehrempfinden. Doch wird das reichen, um ihn in den Augen der Welt als wahrer Ritter dastehen zu lassen? Oder ist er nur ein fehlgeleiteter junger Mann, der sich und andere in tödliche Gefahr bringt?  




Im Jahr 2014 habe ich die zehn Bände der Saga Das Lied von Eis und Feuer (Game of Thrones) direkt hintereinander gelesen und war begeistert. Nun bin ich mit Der Heckenritter von Westeros, nochmal in die Sieben Königslande zurück gekehrt. Das Buch erschien bereits im Jahr 2013 und spielt viele Jahre vor den Geschehnissen in Game of Thrones. Hauptfigur hier ist der anfangs sechzehnjährige Junge Dunk, der in seiner Kindheit vom Heckenritter Ser Arlan aufgenommen wurde und seitdem sein Knappe ist. Doch nun ist der alte Mann gestorben und Dunk fasst einen großen Plan: Er möchte an dem großen Turnier in Aschfurt teilnehmen, von dem überall im Land die Rede ist. So macht er sich zunächst selbst zu „Ser Duncan“ und merkt schnell, dass das Leben eines Heckenritters nicht so einfach ist, wie gedacht. Während des Tuniers macht er sich neben Freunde auch mächtige Feinde. Auch später warten auf Ser Duncan und seinem neuen Knappen neue Herausforderungen und gefährliche Abenteuer…

„Das einzige Leben, das er kannte, war das eines Heckenritters, der von Festung zu Festung ritt, sich in die Dienste dieses und jenes Lord stellte, an ihren Kämpfen teilnahm und in ihren Hallen aß, bis der Krieg vorüber war, und dann weiterzog.“ – Seite 7, eBook

Das Buch lässt sich leicht lesen und ist in drei Geschichten aufgeteilt, die von den Abenteuern Dunks erzählen. Die Inhaltsangabe umschreibt hauptsächlich die Ereignisse in der ersten Geschichte. Aber auch danach erlebt Dunk noch einiges. Wer die Saga bereits gelesen hat, wird das ein oder andere wiedererkennen. Man taucht sofort wieder in die Sieben Königslande und deren ganz eigene Welt ein – mit mächtigen Lords und Rittern, Intrigen, Sagen und Abenteuern. Es wird einiges über die Geschicke des Landes und die mächtigen Häuser berichtet. Wie von George R.R. Martin gewohnt, hat er auch hier viele Charaktere eingebaut – manche werden nur am Rande erwähnt, beispielsweise, wenn über vergangene Ereignisse berichtet wird. Jedoch ist dieses für den relativ kurzen Roman vielleicht etwas zu viel und verwirrt eher.
Ansonsten sind die aktuellen Geschehnisse detailreich beschrieben -  es ist interessant und spannend zu verfolgen, wie der furchtlose Dunk zusammen mit seinem besonderen Knappen seinen Weg geht. Es läuft natürlich nicht alles glatt und es gibt einige Überraschungen.

Dunk hatte nie einen Drachen gesehen. Der alte Mann allerdings schon. Als Ser Arlan noch ein kleiner Junge gewesen war, hatte sein Großvater ihn mit nach Königsmund genommen, wo sie den letzten Drachen gesehen hatten, ein Jahr bevor er starb. (…)
„Die Sommer sind kürzer geworden, seit der letzte Drache gestorben ist, und die Winter länger und bitterer.“ (Ser Arlan) – Seite 13/14, eBook

Mein Fazit: Ein schöner und spannender Fantasyroman aus der Welt von Game of Thrones. Sie spielt viele Jahre vor der Saga, ist aufgeteilt in drei Geschichten, die von den Abenteuern einen jungen Ritters erzählen. Sie ist sowohl geeignet für Einsteiger als auch Fans der Serie. Überraschend, abenteuerlich und gut zu lesen. 


Meine Bewertung: 





Titel: Der Heckenritter von Westeros - Das Urteil der Sieben
Autor: George R. R. Martin
Genre: High-Fantasy
Seitenanzahl: 416
Verlag: Penhaligon
Erstveröffentlichung: 23. September 2013

Donnerstag, 2. Juli 2020

Rezension zu "Das Gegenteil von Hasen" von Anne Freytag

Zum Buch


Hasen und Wölfe…

Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben.
Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.
(Quelle: Klappentext)



Das Gegenteil von Hasen ist der neue All Age-/ Jugendroman von Anne Freytag  und widmet sich einem aktuellen und sensiblen Thema: Mobbing. Hauptfigur hier ist die siebzehnjährige Julia, die, seitdem sie mit den Zwillingen Marlene und Leonard befreundet ist, zu den „Beliebten“ gehört. Doch von einem auf den anderen Moment ändert sich ihr Leben komplett. Alles fängt damit an, dass ihr Laptop gestohlen wird – und darauf sind nicht nur ihre gespeicherten Passwörter, sondern auch Blogbeiträge, in denen sie sich alles von der Seele geschrieben hat: Direkt, unzensiert und ohne Hemmungen. Julia hatte niemals vor, diese Beiträge zu veröffentlichen, doch genau dieses ist nun geschehen: Ihre Wordpress-Seite ist nun für alle einsehbar, ihre intimsten Gedanken öffentlich gemacht. Daraufhin nimmt das Drama seinen Lauf…
Gleichzeitig blicken Julia und auch einige Mitschüler zurück in die Vergangenheit und überdenken einiges – Ängste und Sorgen werden sichtbar.

"Normalerweise wird Julia angesehen, heute wird sie angestarrt. Mehr als üblich und auch anders. Eindringlicher, lauter. Blicke, die sie sonst eher streifen, bleiben heute an ihr haften. Sie folgen ihr. (…) Die Stille wird bedrohlich, eine Ruhe, die in ihr knistert.  Das ist der Moment, in dem die Vorahnung zu etwas handfestem wird.“ – Seite 115, eBook

Wie schon gewohnt, besticht Autorin Anne Freytag hier wieder mit ihrem direkten und unverstellten Schreibstil. Ohne viel drumherum schildert sie Momentaufnahmen, Gefühle, Situationen und Orte. Auch ihre Figuren sind unheimlich gut ausgearbeitet - nichts bleibt verborgen. So erfahren wir nicht nur über Julias Leben einiges, auch die anderen Charaktere wie Edgar, Linda und Momo lernen wir sehr gut kennen. Ebenso wie Leonard und Marlene – die Zwillinge, die zunächst ziemlich oberflächlich wirken.
Das Thema Mobbing ist nach wie vor ein aktuelles und wichtiges Thema, das oftmals ziemlich schreckliche Ausmaße annimmt – auch hier wird es ziemlich bedrückend. Anne Freytag widmet sich diesem Thema mit dem nötigen Feingefühl – alles ist sensibel geschrieben.

„Kristin erinnert sich gut daran, wie sich zu wenig Freunde anfühlen. Und wie es ist, wenn mehrere Individuen zu einem Mob werden und im Kollektiv vergessen, wer sie sind. Keiner von ihnen ist im Einzelnen schlecht. Nur in der Kombination. So, als würden sie chemisch miteinander reagieren.“ – Seite 171, eBook


Die Handlung ist aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, dieses wirkt zunächst etwas wirr, aber das legt sich schnell. Es bleibt durchweg interessant mit einer gewissen Spannung. Wer letztendlich die Beträge veröffentlicht hat, bleibt lange geheim – und ist dann doch eine ziemliche Überraschung.

Mein Fazit: Ein gelungenes Jugendbuch mit einem aktuellen und wichtigen Thema - Anne Freytag zeigt hier, wie schnell Mobbing außer Kontrolle geraten kann. Der Schreibstil ist klar, sehr direkt und unverstellt, auch die Charaktere sind stark gezeichnet. Oft wird es bedrückend, doch die Autorin findet zu dem sensiblen Thema die richtigen Worte. Regt zum Nachdenken an – sehr lesenswert. 


Meine Bewertung: 




Titel: Das Gegenteil von Hasen
Autorin: Anne Freytag
Genre: Jugendbuch / All Age
Seitenanzahl: 480
Verlag Heyne fliegt
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2020



Vielen Dank an das Bloggerportal und Heyne für das Rezensionsexemplar! 

Mittwoch, 1. Juli 2020

Monatsrückblick Juni 2020



Hallo ihr Lieben,
wie die Zeit vergeht - nun ist die erste Hälfte des Jahres 2020 rum. Ein guter Zeitpunkt, um mal auf die Buchhighlights zurück zu blicken. In den letzten sechs Monaten habe ich insgesamt 45 Bücher gelesen - ich habe hier aus jedem Monat mal ein paar Highlight-Bücher ausgewählt:

Januar
Oscar de Muriel - Frey und McGray 4: Im Bann der Fledermausinsel
Cassandra Clare - Chroniken der Unterwelt 3: City of Glass

Februar
Leigh Bardugo - Das neunte Haus
Patrick Hertweck - Tara und Tahnee
Daniel Wolf - Die Friesen-Saga 1: Im Zeichen des Löwen

März
Ursula Poznanski - Vanitas 2: Grau wie Asche
Richard Roper - Das Beste kommt noch

April
Nino Haratischwili - Das achte Leben (Für Brilka)
Kai Meyer - Der Merle-Zyklus 4: Serafin. Das Kalte Feuer

Mai
Deepa Anappara - Die Detektive vom Bhoot-Basar
Benjamin Myers - Offene See
Oliver Pötzsch - Band 8: Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Juni
Christelle Dabos - Die Spiegelreisende 4: Im Sturm der Echos 
Markus Heitz - Oneiros: Tödlicher Fluch

Nun zum Lesemonat Juni: Insgesamt habe ich sieben Bücher gelesen. Zu den Büchern, auf dessen Veröffentlichung ich in diesem Jahr mit am sehnlichsten gewartet habe, gehört auf jeden Fall der vierte und finale Band der Spieglreisenden-Saga von Christelle-Dabos. Im Sturm der Echos hat mir ebenso wie seine drei Vorgänger sehr gut gefallen.









Dann habe ich noch ein Buch gelesen, dass schon viel zu lange auf dem SuB lag: ONEIROS von Markus Heitz - großartig!


Welche Nachricht am 19. Juni 2020 mich sehr traurig gestimmt hat, war der Tod des spanischen Autors Carlos Ruiz Zafón. Mich haben vor allem seine vier Bücher der Reihe um den Friedhof der vergessenen Bücher sehr begeistert. Ich habe mir vorgenommen, diese Romane bei Gelegenheit zu re-readen.

Rezension zu "Das Labyrinth der Lichter"


Hier noch das monatliche Update zu #20für2020: Im Juni habe ich ein weiteres Buch von meiner Liste gelesen: Im Sturm der Echos von Christelle Dabos. Wie oben schon geschrieben ein großartiges Finale der Spiegelreisenden-Saga. Aktueller Stand: 9/20 Büchern. Mein Beitrag dazu findet ihr hier: #20für2020 - Meine Leseliste.


Mein Lesemonat in Zahlen

  7 gelesene Bücher 
  3.029 gelesene Seiten
durchschnittlich 101 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
  4 x 5 Sterne
  2 x 4 Sterne 
1 x 3 Sterne

Gelesene Bücher im Juni
Markus Heitz - Oneiros: Tödlicher Fluch
Ferdinand von Schirach / Alexander Kluge - Trotzdem
Erin Morgenstern - Das sternenlose Meer
Marco Balzano - Ich bleibe hier



Buchhighlights

 
Oneiros - Tödlicher Fluch
Markus Heitz

Die Spiegelreisende 4: Im Sturm der Echos
Christelle Dabos
Ich bleibe hier
Marco Balzano





Lesepläne und Neuerscheinungen

Meine Lesepläne für den Juli

Anne Freytag - Das Gegenteil von Hasen
Laetitia Colombani - Der Zopf 
H.G. Parry - Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep
Andreas Izquierdo - Schatten der Welt ~ erscheint am 21.07.2020

Dann habe ich vor, mal wieder eine High-Fantasy-Saga zu lesen - ich svhwanke noch zwischen den Chroniken von Azuhr (Berhard Hennen) und Das Geheimnis der großen Schwerter (Tad Williams). Mal schauen!


Ich wünsche euch einen schönen, neuen Lesemonat - bleibt weiterhin gesund und passt auf euch auf! Liebste Grüße, eure Nicole